München
Prügel-Opfer verlangt 360 000 Franken Schmerzensgeld

Der 46-jährige Versicherungskaufmann, der im Juni letzten Jahres in München von drei Zürcher Schülern schwer verletzt wurde, verlangt 360 000 Franken Schmerzensgeld. Der Anwalt des mutmasslichen Haupttäters Mike erachtet die geforderte Summe als "absurd hoch".

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Sendlinger Tor

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Keystone

Bei den vorliegenden Verletzungen sei von einem maximalen Schmerzensgeld von 30 000 Franken auszugehen. Der Geschäftsmann Wolfgang O. wurde mit gebrochenem Jochbein und zertrümmerten Augen- und Kieferhöhlen ins Spital eingeliefert. Die Höhe des Schmerzensgeldes muss nun auf gerichtlichem Wege geklärt werden. Wäre es zu einer Einigung gekommen, hätte dies bei der Strafzumessung eine wichtige Rolle gespielt. Mike, Benji und ihr Schulkollege Ivan müssen sich ab dem 8. März vor der 1. Jugendkammer des Münchner Landgerichts wegen gemeinschaftlichen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Nach dem Jugendstrafrecht ist eine Höchststrafe von 10 Jahren möglich. Für Mikes Anwalt ist der Tötungsvorsatz "sehr fragwürdig", wie er dem "Sonntag" sagte. Kein Opfer habe sich in Lebensgefahr befunden