Prügel-Schüler von München hat IQ von 118

Einen Tag vor der Wiederaufnahme des Prozesses gegen drei Zürcher Schüler in München werden neue Details aus dem psychologischen Gutachten und zum Gefängnisalltag des mutmasslichen Haupttäters Mike bekannt. Ihm wird ein IQ von 118 attestiert.

Der Vater bestätigte die Angaben gegenüber der Zeitung "Sonntag": "Man hat Mike gesagt, in Deutschland müsste er eigentlich studieren und das Abitur nachholen." Der Durchschnittswert liegt bei 100. Gerade mal knapp 7 Prozent der Bevölkerung haben einen ähnlich hohen IQ. Hinter Gittern ist laut dem Bericht eine Sozialarbeiterin die nächste Bezugsperson von Mike geworden. Sie spielt mit ihm häufig Schach. Der Vater bezeichnet sie als "der Anker im Leben von Mike".

Jetzt setzt der Verteidiger des Jugendlichen, Christian Bärnreuther, auf die positiven Berichte über das Verhalten im Gefängnis: "Das müsste einen Einfluss haben". Doch er zeigt sich gleichzeitig beunruhigt darüber, dass der zuständige Richter Reinhold Baier im sogenannten U-Bahn-Mord drakonische Urteile gegen zwei Jugendliche verhängt hat. Einer der Verurteilen sitzt in der gleichen Abteilung wie Mike. Doch der Vater hofft: "Wenn ich ein Richter wäre, würde ich auf Mikes Verhalten im Gefängnis schauen.". Sein Sohn und dessen zwei Kollegen Ivan und Benji haben am 30. Juni letzten Jahres am Sendlinger Tor in München fünf Menschen verprügelt. Ein 47-jähriger Versicherungskaufmann wurde dabei lebensgefährlich verletzt.

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