Pressefreiheit

Prinzessin Caroline gewinnt gegen «Paris Match» - Blatt empört

Caroline von Monaco mag keine kritischen Berichte über sie in der Presse

Caroline von Monaco mag keine kritischen Berichte über sie in der Presse

Die Pariser Zeitschrift «Paris Match» beklagt einen «extrem schweren Eingriff in die Freiheit der Information»: Auf gerichtliche Anordnung musste das Wochenmagazin auf der Titelseite mitteilen, dass es die Rechte von Prinzessin Caroline und Ernst August von Hannover verletzt habe.

"Paris Match" hatte im September 2009 auf der Titelseite ein Foto von Caroline veröffentlicht und die Trennung des Paares gemeldet. ""Paris Match" wurde verurteilt, weil es die Wahrheit gesagt hat", schrieb Redaktionschef Olivier Royant in der neuesten Ausgabe. Die Information sei "von allen Medien Europas und der Welt verbreitet" worden.

Wer darauf Wert lege, dass sein Familienglück mit Fotos verbreitet werde, könne derselben Presse nicht die Veröffentlichung unliebsamer Informationen vorwerfen. Royant wertete das Urteil als Beleg für den Niedergang der Pressefreiheit in Frankreich.

Das Gericht von Nanterre bei Paris kam dagegen am 10. Dezember 2009 zum Schluss, der "Match"-Bericht habe "die Privatsphäre und das Recht auf das eigene Bild von Caroline und Ernst August von Hannover verletzt". Die Zeitschrift musste die Verurteilung ihres Verlages Hachette Filipacchi auf Antrag der beiden Geschädigten auf der Titelseite kundtun.

Die 52-jährige Prinzessin Caroline und der 55-jährige Ernst August von Hannover wehren sich regelmässig gegen Veröffentlichungen über sie. So hat auch die Berichterstattung der Zeitschrift "Bunte" über einen Badeurlaub des Prinzen in Thailand ein juristisches Nachspiel. Die "Bunte" hatte am 7. Januar Ernst August in Begleitung einer Frau gezeigt.

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