Prinz Charles reist für 300 000 Pfund nach Lateinamerika

Prinz Charles

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Als Botschafter für den Klimaschutz plant der britische Thronfolger Prinz Charles im März eine zehntägige Reise nach Lateinamerika. Doch der «Öko-Prinz» gerätwegen der luxuriösen Reise erneut in die Kritik.

Zehn Tage lang macht sich der britische Thronfolger auf eine offizielle Tour durch Südamerika, um Umweltprojekte zu unterstützen. Begleitet von seiner Frau Camilla werde Charles vom 8. bis 17. März nach Chile, Brasilien, Ecuador und auf die Galápagos-Inseln reisen, teile sein Büro am Freitag in London mit.

Doch ausgerechnet auf dieser Mission fliegen der 60-Jährige und seine Camilla in einer Privatmaschine zu Kosten von 300 000 Pfund (rund 500 000 Franken), kritisiert die Zeitung "Daily Mail".

Der Labour-Abgeordnete Ian Davidson monierte nach Angaben des Blattes: "Es ist absurd, dass der Prinz zu horrenden Kosten nach Südamerika fliegt und 14 Mitarbeiter in seinem Jet mitnimmt, um die Umwelt zu retten." In einer Zeit, in der Banker für "ihre Gier" angeprangert würden, hätte er mehr Fingerspitzengefühl erwartet.

Das Prinzenbüro betonte dagegen, der Prinz könne mit normalen Linienflügen nicht alle Termine auf der Reise wahrnehmen. Es sei nach der billigsten Variante gesucht worden.

Charles, der sich seit langem für Klima- und Umweltschutz einsetzt, war bereits vor zwei Jahren in die Kritik geraten, weil er mit 20 Mitarbeitern first Class in die USA gereist war, um einen Umweltpreis abzuholen.

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