Preis für Treibstoff aus Sonnenenergie

Aldo Steinfeld neben dem  PSI-Hochfluss-Solarsimulator. (Bild: Ho)

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Aldo Steinfeld neben dem PSI-Hochfluss-Solarsimulator. (Bild: Ho)

Der amerikanische Ingenieurverband zeichnet die Leistungen von Professor Aldo Steinfeld aus, der am PSI das Labor für Solartechnik leitet. Er hat aufgezeigt, wie Sonnenenergie in Strom und Treibstoff umgewandelt werden kann.

Die Sonne scheint zwar überall auf der Erde, aber nicht dauernd, und die Energie ist unregelmässig verteilt. Entscheidend ist eine so starke Konzentration des Sonnenlichts, dass es in Strom oder via chemische Verfahren in flüssigen Treibstoff umgewandelt werden kann. Aldo Steinfeld vom PSI und der ETH Zürich gilt mit seinen Kollegen als Pionier auf diesem Gebiet. «Im einfachsten Fall kann man etwa Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff aufspalten und damit in einer Brennstoffzelle Strom erzeugen», so das PSI.

Effiziente Solarreaktoren bauen

Steinfeld und sein Team konzentrieren sich am PSI in Villigen darauf, thermochemische Hochtemperatur-Prozesse zu erforschen und besonders effiziente Solarreaktoren zu entwickeln. Diese Technologien werden schon heute erfolgreich in Megawatt-Grösse in solarthermischen Kraftwerken eingesetzt. Das geht so: Konzentriertes Sonnenlicht heizt eine Flüssigkeit auf, die Dampf erhitzt, eine Turbine antreibt und Strom produziert. «Mit einem chemischen Reaktor im Brennpunkt des Solarturm-Kraftwerks könnte man das Verfahren nutzen», sagt Steinfeld. Der Solarofen am PSI erreicht Temperaturen von über 2000 Grad Celsius.

Mit Sonnenenergie im Tank

Steinfelds Arbeitsgruppen am PSI und an der ETH arbeiten an diversen chemischen Verfahren, um solare Treibstoffe herzustellen. Erforscht wird auch die solare Produktion von Synthesegas, einer Mischung von Wasserstoff und Kohlenmonoxid. Es könnte in flüssigen Treibstoff umgewandelt und wie gewöhnliches Benzin an Tankstellen getankt werden. Die neuen Energien könnten einen Beitrag zur Lösung des Klimaproblems liefern, glaubt Steinfeld. (mz)

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