Präsident und Sportchef bleiben

FC Aarau Präsident Alfred Schmid und Sportchef Fritz Hächler wollten auf Grund der Kritik aus den Medien ihr Amt niederlegen. Warum es nicht dazu gekommen ist und wie es jetzt weitergehen soll beim Super League Schlusslicht erklärt Schmid im Interview mit a-z.ch.

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Alfred Schmid und Fritz Hächler

Alfred Schmid und Fritz Hächler

Aargauer Zeitung

Adrian Eng

Präsident und Sportchef bleiben

«Präsident und Sportchef haben heute ihren Rücktritt zur Diskussion gestellt, was der Verwaltungsrat jedoch klar abgelehnt hat», heisst es in der Mitteilung des FC Aarau. Dies würde existenzielle Folgen nach sich ziehen, sowohl im finanziellen als auch im personellen Bereich.

Der FCA müsse dafür sorgen, dass die Finanzen des Vereins nicht aus dem Ruder laufen, deshalb verzichte man auf Spieler mit überrissenen Lohnforderungen und setze dafür Nachwuchsakteure ein.

«Der gesamte Verwaltungsrat der FC Aarau AG steht einstimmig hinter dem eingeschlagenen Weg und der sportlichen Führung», so der FCA.

Der Präsident des FC Aarau, Alfred Schmid bekräftigt in der Medienmitteilung, dass der FCA überzeugt ist, den Ligaerhalt zu schaffen, trotz des bisher noch ausgebliebenen Erfolgs mit den neuen Spielern im Kader. Als Präsident stehe er voll und ganz hinter der Arbeit von Sportchef Fritz Hächler. (pd/dge)

Alfred Schmid, Sie und Fritz Hächler haben dem Verwaltungsrat Ihren Rücktritt angeboten. Weshalb?
Alfred Schmid: Die Anschuldigungen in der Aargauer Zeitung und die dadurch entstandene Hetzkampagne wollten wir nicht länger akzeptieren. Wir haben darum den Verwaltungsrat angefragt, ob er noch voll und ganz hinter uns steht. Und er hat uns ganz klar das Vertrauen ausgesprochen.

War nicht auch die sportliche Situation mitentscheidend?
Schmid: Natürlich war die mediale Stimmung nur wegen der schlechten sportlichen Situation entstanden. Nach zwei Jahren guten Leistungen sind wir jetzt etwas im Tief. Wir sind unseren Möglichkeiten entsprechend platziert. Aber die Mannschaft hat in den letzten Wochen nicht gut gespielt.

Sie schreiben in Ihrer Medienmitteilung, dass noch in dieser Woche der Trainer ein Thema sein wird.
Schmid: Der Trainer steht immer zur Diskussion, besonders bei dieser Tabellenlage. Wir haben schlecht gespielt. Wenn der Trainer dann Punkte verspricht und diese nicht geholt werden, ist das nie gut. Um die Trainerfrage endgültig zu lösen, braucht es einen einstimmigen Verwaltungsratsentscheid. Da zurzeit Ferienzeit ist, ist alles etwas schwierig zu organisieren. Aber wir rechnen noch diese Woche damit.

Und wenn kein einstimmiger Entschied gefällt wird?
Schmid: Dann diskutieren wir das aus, bis wir eine Lösung haben.

Ein allfälliger Nachfolger steht schon bereit?
Schmid: Natürlich haben wir Vorabklärungen getroffen. Aber da ist noch nichts spruchreif. Wir warten jetzt erst den Verwaltungsratsentscheid ab.

Ist Jeff Saibene darüber informiert worden?
Schmid: Ich hatte heute noch keine Zeit, um mit ihm zu reden. Wir hatten vergangene Woche ein Gespräch, in dem ich ihm die Situation erklärt habe und ihm alles Gute fürs Spiel gewünscht habe.

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