Positiver Eindruck nach Start

Christian Wenger: «Man kann es nicht allen recht machen, aber wir versuchen es», sagt Bätterkindens Neuer auf der Finanzverwaltung. (RSB)

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Christian Wenger: «Man kann es nicht allen recht machen, aber wir versuchen es», sagt Bätterkindens Neuer auf der Finanzverwaltung. (RSB)

Nach dem Ausscheiden Urs Pfisters hat der 30-jährige Christian Wenger in Bätterkinden ab 1. Juni den Aufgabenbereich der Finanzverwaltung übernommen. Vorgesehen ist, dass er ab Neujahr 2010 als Gemeindeverwalter eingesetzt wird.

Rita Schneider

Die sommerlichen Temperaturen sind im funktionell eingerichteten Büro zu spüren. Wasser steht griffbereit. Ordner voller Akten sorgen für eine gewisse Ernsthaftigkeit im neuen Reich von Christian Wenger. In Utzenstorf aufgewachsen, wohnt er in Schalunen im Haus seiner Urgrosseltern, kennt aber Bätterkinden sehr gut. «Meine Mutter ist hier aufgewachsen und in die Schule gegangen», berichtet er. Mit dem Stellenantritt in Bätterkinden wurde ihm sein Wunsch erfüllt, wieder näher an seinem Wohnort zu arbeiten.

In Koppigen und Burgdorf

Die kaufmännische Lehre absolvierte Wenger auf der Gemeindeschreiberei in Koppigen. Es folgten ein Praktikum auf dem Statthalteramt Fraubrunnen und der Wechsel zur Steuerverwaltung nach Burgdorf. «Es waren gute und schöne Arbeitsstellen», blickt Wenger zurück. Für ihn sei aber immer klar gewesen, dass er wieder auf einer Gemeindeverwaltung arbeiten möchte. «Ich bin halt in meiner Kindheit geprägt worden», erzählt der Sohn eines Gemeindeschreibers und einer Finanzverwalterin.

Er habe einen Teil seiner Kindheit in Gemeindeschreibereien verbracht. Rund vier Jahre arbeitete Wenger auf der Gemeindeverwaltung in Schüpfen und fast fünf Jahre auf jener von Grossaffoltern. «Ich habe mich riesig gefreut, dass ich die Stelle in Bätterkinden bekam.»

Paul Röthlisberger pensioniert

Der amtierende Gemeindeschreiber Paul Röthlisberger geht Ende 2009 in Pension. Danach wird Wenger als Gemeindeverwalter angestellt sein. Im vergangenen Jahr hat er die Ausbildung zum Gemeindeschreiber erfolgreich abgeschlossen. Im Mai nächsten Jahres wird er die Fachprüfung zum «Finanzverwalter» abschliessen.

«Auf einer Gemeindeverwaltung muss die Zusammenarbeit klappen», ist Wenger überzeugt. Er sei froh, dass er als Neuling gut unterstützt werde. Was die Finanzen anbelangt, kann er auf Barbara Stalder und die Treuhandgesellschaft des schweizerischen Gemeindeverbandes zählen. Einen Überblick habe er sich bereits verschaffen können, aber dies sei nur ein kleiner Teil seiner Arbeiten. Wenger versteht die Gemeindeverwaltung als Dienstleistungsbetrieb. «Man kann es nicht allen recht machen, aber wir werden es versuchen», lautet sein Motto.

Bereits an seinem ersten Arbeitstag konnte er an der Gemeindeversammlung erste Eindrücke sammeln. «Ich war erstaunt, wie stark die Parteien und Personen sich engagieren.» Dass dies vor allem am Traktandum «Schulverband» lag, ist ihm bewusst. «Es wird Gemeindeversammlungen geben, an denen weniger los ist», prophezeit er. Der positive Eindruck bleibe haften und stimme ihn für die Zukunft zuversichtlich. Er wischt sich Schweissperlen aus dem Gesicht, während er dies sagt. Sommer ist schön. Es gäbe lauschigere Orte als Büroräume. Dienstleistungen müssen aber bei jedem Wetter erbracht werden.

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