Gemäss der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) sind die Fälle von Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte kontinuierlich gestiegen, heisst es in einer Mitteilung des Verbandes. Im letzten Jahr wurden über 2000 Fälle zur Anzeige gebracht. Verglichen mit den Zahlen vom Jahr 2000 entspricht dies einer Zunahme von über 160 Prozent.

Wie Heinz Buttauer, Präsident des VSPB, an einer Medienkonferenz betonte, ist die Politik gefragt: «Wir verlangen mit unserer Petition, dass eine offene und aufschlussreiche Diskussion geführt wird, um diesem Missstand - der nicht länger toleriert werden kann - endlich ein Ende zu setzen.»

Als Lösungsansatz sieht der VSPB eine Anpassung des Strafgesetzbuches. Dabei sollen kurze Haftstrafen wieder eingeführt, die Mindeststrafandrohung erhöht und im Wiederholungsfall verdoppelt werden. Zwar sei es theoretisch schon heute möglich, solche Verstösse angemessen und wirksam zu ahnden. Jedoch komme es immer wieder vor, dass Gewaltakte gegen Polizistinnen und Polizisten sowie andere Repräsentanten des Staates bagatellisiert werden.

Wie im Kino, leider aber echt

Für Max Hofmann, Generalsekretär VSPB, ist die aktuelle Entwicklung inakzeptabel: «Es braucht unbedingt exemplarische Strafen, die eine abschreckende Wirkung haben.» Und Heinz Buttauer: «Als Vertreter von rund 23'000 Polizistinnen und Polizisten fordern wir Massnahmen, damit unsere Mitglieder besser geschützt werden können.»