Polizist läuft in Rheinfelden Amok

Ein 35-jähriger Polizist der Kantonspolizei Basel-Stadt verschanzte sich mehrere Stunden in seinem Haus und drohte, sich umzubringen. Nach einem kurzen Fluchtversuch zu Fuss konnte festgenommen werden.

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Am Sonntagnachmittag gegen 16 Uhr ging bei der Polizei die Meldung ein, dass ein in einem Einfamilienhaus in Rheinfelden wohnhafter 35-jähriger Polizist der Kantonspolizei Basel-Stadt sich in seiner Wohnung verschanzt habe. Er befinde sich wegen persönlichen Problemen in einem psychischen Ausnahmezustand und drohe mit Selbstmord.

Der Mann drohte, anrückende Polizisten und anschliessend sich selbst zu erschiessen. In der Folge zogen sich die Polizei und die Drittpersonen zurück. Unmittelbar danach feuerte er aus einem Fenster Schüsse in die Luft ab.

Quartier abgeriegelt

Die Kantonspolizei rückte darauf mit einem Grossaufgebot aus und sperrte das Quartier grossräumig ab. 14 Bewohner der benachbarten Liegenschaften wurden evakuiert und in einem Hotel einlogiert.

Trotz mehrstündigen telefonischen Verhandlungen mit der Polizei war der Mann nicht bereit, sich zu ergeben und drohte weiterhin, auf anrückende Polizisten das Feuer zu eröffnen und sich dann selber zu richten.

Während sich die Sondereinheit ARGUS für einen allfälligen Zugriff vorbereitete, gab der verwirrte Polizist gegen 02 Uhr nachts aus einem Fenster erneut Schüsse in die Luft ab. Kurz darauf verliess er auf der Rückseite das Haus und konnte nach einem kurzen Fluchtversuch zu Fuss überwältigt und festgenommen werden. (pd/cal)