Der Polizist ist bereits durch die Freiburger Polizei befragt worden. Weil der tödliche Schuss auf Freiburger Kantonsgebiet fiel, sind die Freiburger Behörden für den Fall zuständig.

In Anwesenheit eines Anwalts soll der Polizist noch am Sonntagabend durch den zuständigen Untersuchungsrichter Olivier Thormann einvernommen werden. Er dürfte sich wegen Tötung oder allenfalls fahrlässiger Tötung zu verantworten haben.

Die Untersuchung soll die genauen Umstände des tragischen Vorfalls klären und insbesondere prüfen, ob der Gebrauch der Schusswaffe das Prinzip der Verhältnismässigkeit verletzt hat. Dies sagte der Sprecher der Freiburger Polizei, Benoît Dumas, am Sonntagnachmittag an einer Medienkonferenz.

Zudem soll die Untersuchung zeigen, ob weitere Schüsse abgegeben wurden. Der Polizist, der den verhängnisvollen Schuss abgab, soll berufserfahren sein. Dennoch wollen die Behörden sein Alter nicht bekanntgeben.

Das Opfer ist ein 20-jähriger Franzose mit Wohnsitz in Frankreich. Er starb trotz erster Hilfe noch auf der Unfallstelle. Eine Autopsie wurde angeordnet.

Aufgrund der zwei laufenden Untersuchungen - eine zur Tötung und eine zum Autodiebstahl - gab der Richter keine weiteren Details bekannt zur Anzahl der flüchtigen Diebstahlverdächtigen, zu ihrer Nationalität und zur Frage, ob sie bewaffnet waren. Auch über allfällige Vorstrafen gab es keine Informationen.

Der Richter konzentriert sich vorderhand auf die Untersuchung zum tödlichen Schuss und wird sich später des Diebstahls annehmen. Der Fahrer des gestohlenen Autos wurde gefasst und verhört.