Kalifornien
Polizeieinsatz behindert: Cops erschiessen Rottweiler vor laufender Kamera

In Kalifornien filmt ein Passant, wie die Polizei auf offener Strasse einen Hund erschiesst. Das Tier wollte seinem Besitzer zu Hilfe eilen, als dieser von den Gesetzeshütern festgenommen wird. Das Video sorgt im Internet für grosse Empörung.

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Der Film zeigt einen Einsatz der kalifornischen Polizei im Grossraum Los Angeles am vergangenen Sonntag. Nach wenigen Augenblicken erscheint ein Fahrzeug mit einem Rottweiler auf dem Rücksitz. Die Fenster sind unten und es dem Auto dröhnt laute Musik.

Kurz darauf beginnt der Fahrer des Autos ebenfalls damit, die Beamten zu filmen. Seinen Hund «Max» hält er an der Leine.

Die Polizisten fühlen sich von der lauten Musik und vom schaulustigen Hundehalter bei der Ausübung ihrer Pflicht gestört. Als sie auf ihn zukommen, sperrt dieser den Hund wieder ins Auto. Die Beamten legen ihm Handschellen an.

«Max» eilt seinem Herrchen zu Hilfe. Die Polizisten sehen sich durch das bellende Tier bedroht. Sie strecken es vor den Augen zahlreicher Passanten mit vier Schüssen nieder.

Morddrohungen gegen Polizisten

Jugendliche filmten das Geschehen und stellten das Video ins Internet, wo es für weltweite Empörung sorgt. Innerhalb einer Woche wurde das Video auf YouTube über vier Millionen Mal angeklickt. Sogar Morddrohungen gegen die Polizisten wurden laut.

Die Polizei hat eine interne Untersuchung eingeleitet, wie die LA Times berichtet. Hundehalter Leon R. wurde bereits am Montag wieder aus der Haft entlassen. Er habe die Polizisten nur gefilmt, um die Rechte von Bürgern zu schützen. (cze)