Dialog: Polizei im Kasinopark
Polizei wegen Dealern vermehrt im Aarauer Kasinopark

Wer zurzeit seine Mittagspause im Kasinopark verbringt, dem fallen die vielen Polizeikontrollen auf, die dort durchgeführt werden. Während der warmen Sommermonate frequentieren den Park viele Randständige, und oft werden auch Drogen verkauft.

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Junkie Drogen Randständig Dealer

Junkie Drogen Randständig Dealer

Keystone

«Das Auftreten von Dealern hat sich in den letzten Wochen intensiviert», sagt Polizeisprecher Rudolf Woodtli, «aber Kantons- und Stadtpolizei sind oft vor Ort, damit sich keine etablierte Szene bilden kann.»

Der Polizei ist es ein Anliegen, dass die Präsenz von Dealern nicht die Familien tangiert, die mit ihren Kindern den nahe gelegenen Spielplatz besuchen wollen. «Allerdings ist diese Zunahme von Randständigen und Dealern im Park keine Ausnahme und war während der warmen Sommermonate in den letzten Jahren immer so», sagt Woodtli.

Die Hauptursache für die vermehrten Polizeiaktivitäten im Kasinopark ist gemäss Woodtli das Fehlen des «Busses im Park». Dieser ist von September bis Mai an wechselnden Standorten in der Stadt in Betrieb und soll während der kalten Monate einen Zufluchtsort für die Randständigen bieten.

Während seines 10-jährigen Bestehens wurde der Bus aber im Sommer nie angeboten. «Von Juni bis August ist es im Bus sehr heiss», sagt Jeannine Meier von den Sozialen Diensten der Stadt Aarau, die den Bus als Selbsthilfeprojekt anbieten, «die Randständigen würden sich während dieser Zeit sowieso draussen im Park auf-
halten.»

Der Bus im Park fehlt

Jeannine Meier ist die Zunahme der Dealer im Stadtpark ebenfalls bekannt. Drogenverkauf könne im Park auch weniger gut kontrolliert werden als im Bus. «Im Moment gibt es allerdings während der Sommermonate kein Projekt, das sich der Randständigen annehmen würde», sagt Jeannine Meier. (HUG)

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