Polanski bringt Kaution nicht zusammen

Alle warten auf Roman Polanski. In Gstaad ist der Starregisseur noch nicht angekommen. Gemäss französischen Journalisten hat Polanski Mühe die 4,5 Millionen Franken Kaution zu organisieren.

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Polanski Gstaad

Polanski Gstaad

Keystone

Benno Tuchschmid, Gstaad

Noch immer ist Roman Polanski nicht in seinem Chalet «Milky Way» angekommen. Gemäss Gerüchten aus französischen Medien wird der Regisseur heute auch nicht mehr im Berner Oberland eintreffen. Journalisten der französischen Zeitung «Paris Match» zu Folge hat Polanski die Kaution von 4,5 Millionen Franken noch nicht hinterlegt. Er soll Mühe haben, das Geld zu organisieren. Für die Fahrt vom Winterthurer-Gefängnis nach Gstaad wird Polanski so oder so mindestens drei Stunden brauchen. Der starke Schneefall macht den Weg noch beschwerlicher.

Auch bei seinem Chalet an der Alpenblickstrasse in Gstaad deutet nichts auf eine baldige Rückkehr von Roman Polanski hin. Sämtliche Fensterläden sind geschlossen und aus den Kaminen steigt kein Rauch auf. Das Chalet «Milky Way» unterscheidet sich rein äusserlich nicht gross von den Nachbarhäusern. Das in hellem Braun gehaltene Holzhaus wird von einem kleinen Garten umgeben. Die von der Alpenblickstrasse abzweigende Auffahrt führt zu einer grosszügigen Doppelgarage, in der ein grosser, auf Roman Polanski zugelassener Geländewagen steht. Daneben steht in der Garage eine Palette mit verpackten elektronischen Geräten. Diese dienen wohl zur Überwachung von Polanskis Hausarrest.

Trotz starkem Schneefall warten auf der steilen Zufahrtsstrasse zum «Milky Way» gegen dreissig Journalisten aus ganz Europa. Polnische Radioreporter, französische TV-Journalisten, deutsche Agentur-Fotografen: Sie alle wollen auf keinen Fall Polanskis Rückkehr verpassen.

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