Einprägsame Zahlen liefert die Aargauer Baustatistik, mit 3844 Mio. Franken im Jahr 2008 und 3855 Mio. im Vorjahr. Die Abnahme um 11 Mio. Franken macht nur 0,3 Prozent aus, aber es gibt grosse Unterschiede: Der öffentliche Bau hat von 982 auf 935 Mio. Franken um insgesamt 4,8 Prozent abgenommen. Beim privaten Bau stiegen dagegen die Ausgaben um 35 Mio. Franken oder um 1,2 Prozent an. Diese Zunahme ist auf den Industriebau (+69 Mio. Franken oder +11,7 Prozent) und den übrigen privaten Bau (+60 Mio. Franken oder +34,1 Prozent) zurückzuführen. Die Investitionen in den Wohnungsbau waren rückläufig (-94 Mio. Franken oder -4,4 Prozent).

Dieses Jahr um 10,5 Prozent tiefer

Die gemeldeten Bauvorhaben liegen für das Jahr 2009 wertmässig gegenüber dem Vorjahr um rund 10,5 Prozent tiefer. Darum ist mit einem weiteren Rückgang der Bauausgaben zu rechnen, welcher bedeutender ausfallen wird als im Vorjahr. Von den privaten Auftraggebern ist zu erwarten, dass einzig die Bauinvestitionen der privaten Elektrizitäts- und Gaswerke sowie der Privatbahnen zunehmen werden. Hingegen werden die privaten Haushalte, die institutionellen Anleger, die Immobiliengesellschaften sowie die übrigen Unternehmungen voraussichtlich zum Teil deutlich weniger investieren. Beim öffentlichen Bau ist dank dem Bund mit einer deutlichen Steigerung der Investitionen zu rechnen.

4747 neue Wohnungen gebaut

Obwohl das Investitionsvolumen beim Wohnungsbau abgenommen hat, ist die Zahl der neuen Wohnungen markant gestiegen. So wurden im letzten Jahr 4747 neue Wohnungen erstellt. Dies sind 973 Einheiten oder 25,8 Prozent mehr als im Jahr 2007. Von den neuen Wohnungen waren ein Viertel Einfamilienhäuser. Trotz vielen Neubauten hat die Zahl der leer stehenden Wohnungen um 309 auf 3634 Einheiten abgenommen. Die Leerwohnungsziffer sank um 0,14 auf 1,35 Prozent. 650 Einfamilienhäuser stehen leer, die zu Dauermiete oder Verkauf zu haben sind. (mz)