Michael Hunziker

«Der Kreisel Tüfebrunne ist bis auf den Deckbelag fertig erstellt, die Erschliessung ‹Cholgrabe› ist zu rund zwei Dritteln abgeschlossen», sagt Markus Senn vom Ingenieurbüro Senn, Nussbaumen, der in Tegerfelden für die Bauleitung zuständig ist. Anders gesagt: «Wir sind im Terminplan.»

Eine Materialschlacht

Und dieser Terminplan ist ehrgeizig. Der Spatenstich fand Mitte Juli des letzten Jahres statt. «In einer kurzen Zeit wurde viel gebaut», blickt Senn zurück. «Alle Beteiligten haben eine enorme Leistung ge-
zeigt.» Der Ingenieur spricht gar von einer regelrechten Materialschlacht. Eine grosse Herausforderung sei die Koordination der Arbeiten gewesen. «Es standen stets mehrere Gruppen gleichzeitig an mehreren Teilprojekten im Einsatz. Auch mussten wir dem hohen Verkehrsaufkommen Rechnung tragen», erklärt Senn. Zur Erinnerung: Bestandteil des Projektes ist die Erstellung von Werkleitungen sowie die Erschliessung des Baugebiets Läubrig auf der gegenüberliegenden Seite der Zurzibergstrasse.

Ein Viertel ist vergeben

Nach ein paar arbeitsfreien Tagen über Weihnachten und Neujahr geht es – sofern das Wetter mitspielt – nächste Woche weiter. Es gelte, so Senn, die Erschliessung Cholgrabe fertig zu stellen und die Bachöffnung Tüfebrunnebach sowie den Bachdurchlass Gislibach an die Hand zu nehmen. «Es bleibt einiges zu tun», macht der Ingenieur klar. «Zeit dürfen wir keine verlieren.»

Aus gutem Grund: Für das rund 40000 Quadratmeter grosse Gewerbegebiet Cholgrabe stehen die Investoren in den Startlöchern. Rund ein Viertel des Landes ist vergeben. Die Auflage des Baugesuchs der Firma Baumgartner GmbH, die auf Aushub und Abbruch spezialisiert ist, erfolgte noch im letzten Jahr. Aktuell liegt bis 5. Februar das Baugesuch für den Neubau einer Tankstelle mit Shop, Büros und zwei Wohnungen sowie den Neubau einer Einstellhalle mit Werkstatt auf. Als Bauherrschaft
des voraussichtlich rund vier Millionen Franken teuren Vorhabens treten Arnold Mühlebach aus Tegerfelden sowie die AGZ Dienstleistungsbetrieb GmbH aus Rietheim in Erscheinung.

Ingenieur Markus Senn freut sich über das Interesse am Gewerbeland. Und darüber, dass investiert wird. «Das ist mutig und in der heutigen Wirtschaftslage nicht selbstverständlich.»