Pinselrenovation: Politiker uneinig

Pinselrenovation: Politiker uneinig

Pinselrenovation: Politiker uneinig

Der Wind der Veränderung weht nicht bis in die Aarauer Personenunterführung. Zu Recht? Die Aarauer Parteien sind sich nicht einig. Die notdürftige Sanierung der Unterführung hat Gegner und Befürworter in der Aarauer Politik.

Aline Wüst

Im Herbst feiert der imposante Aarauer Bahnhof seine Eröffnung. Herzstück des Bahnhofgebäudes ist die dreistöckige Bahnhofhalle mit Bahnreisezentrum, Geschäften und Gastronomiebetrieben. Daneben wird die Personenunterführung alt aussehen: Sie erhält lediglich eine Pinselrenovation inklusive Bodenreinigung. Die AZ fragte bei den Aarauer Parteien nach, was sie davon halten.

Knapp, aber ausreichend

Werner Schib, CVP-Fraktionspräsident, sieht keinen Handlungsbedarf bei der Personenunterführung. «Sie ist zwar ein bisschen eng. Das ist allerdings das Einzige, was bemängelt werden könnte», sagt er. Eine ähnliche Meinung vertritt der Aarauer FDP-Präsident Tobias Maurer: «In Stosszeiten ist die Unterführung zwar räumlich knapp bemessen, aber dennoch ausreichend», sagt er. Die SBB hätten vor einigen Jahren bereits Geld in die Personenunterführung investiert. Daher sei es begreiflich, dass nicht schon wieder im grossen Stil saniert werde.

Handlungsbedarf sehen die Grünen. «Es ist symptomatisch, dass am wenigsten Geld für
die Fussgänger eingesetzt wird», sagt Micha Siegrist, Präsident der Grünen Aarau Rohr. Neben der Verbesserung der Unterführung möchten die Grünen vor allem die Situation der Fussgänger auf der Bahnhofstrasse verbessern. «Wir werden eine entsprechende Anfrage machen», bestätigt Siegrist. Die Grünen wollen von der Stadt wissen, was unternommen wird, um die Situation auf der Bahnhofstrasse und in der Unterführung zu optimieren.

Aaraus Visitenkarte

Die SP würde einen Vorstoss grundsätzlich begrüssen und allenfalls auch unterstützen, bestätigt Christoph Schmid, Präsident der SP Aarau. «Es ist schade, dass die Unterführung nicht zusammen mit dem restlichen Bahnhof saniert wird.» Eine freundliche Unterführung wäre eine noch bessere Visitenkarte für die Stadt, gibt er zu bedenken. Gemeinsam mit den SBB müsse darum eine bessere Lösung gesucht werden.

Die SVP hat sich mit der Thematik noch nicht ausreichend befasst und möchte daher keine Stellung beziehen.

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