Susanne Hörth

In Kaisten und in Ittenthal stehen in den Feuerwehrmagazinen je eine über hundertjährige Handspritzpumpe. Im Besitze der Feuerwehr Kaisten ist auch schon länger ein Dodge WC44. Schon der Anblick des altehrwürdigen Fahrzeuges lässt das Herz von so manchem Oldtimer-Liebhaber höher schlagen. Die Pflege von alten Fahrzeugen und Gerätschaften ist ein zeitaufwändiges Unterfangen. Wer soll dafür zuständig sein?

Jahrelange Überlegungen

Als im Jahre 2001 die Feuerwehren von Kaisten und Ittenthal fusionierten, wurde erstmals darüber laut nachgedacht, ein Feuerwehrverein zu gründen. Unter anderem mit ebendem Zweck der Pflege der alten Gerätschaften. Im gleichen Jahr wie die Feuerwehrfusion musste der Dodge WC44 altershalber aus dem Dienst genommen werden. Das einst in Thun abgeholte Fahrzeug gehörte zuerst dem Zivilschutz und später der Kaister Feuerwehr. Nach wie vor ist der geländegängige Wagen im Besitze der Gemeinde Kaisten. Der Dodge war es letztlich auch, der den Ausschlag für die Vereinsgründung gegeben hatte.

«Nach jahrelangen Überlegungen ist der Feuerwehrverein Kaisten nun endlich aus der Taufe gehoben worden», so Andreas Gertiser. Er ist Kommandant der Feuerwehr Kaisten-Ittenthal und zugleich auch erster Präsident des noch jungen Vereins. Dem Vereinsvorstand gehören neben Andreas Gertiser Michel Gertiser, Pierro Ryser, Nadine Keel und Marco Moz an.

Wie Präsident Gertiser am Samstag anlässlich eines vom Feuerwehrverein organisierten Apéros erklärte, gehören dem Verein zurzeit 16 Mitglieder an. Gertiser forderte aktive und ehemalige Angehörige der Feuerwehr, inklusive Betriebsfeuerwehren und alle an Feuerwehr Interessierte zum Vereinsbeitritt auf. Der Verein kommen neben der Pflege von Altgerätschaften und Fahrzeugen auch verschiedene weitere, insbesondere gesellschaftliche Aufgaben zu. Dazu gehören unter anderem die Organsisation der jährlichen Feuerwehrreise, Apéros nach Endproben, Brätelanlässe und so weiter.