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Petrus ist wütend, Engel schlichten

Bleienbach Volksschule zeigt eine besondere Weihnachtsgeschichte

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Blei

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Solothurner Zeitung

Bis auf den letzten Platz war die Kirche an der Weihnachtsfeier der Volksschule Bleienbach besetzt. Neben den häufig festlich gekleideten Kindern tummelten sich die heiligen drei Könige, die Hirten, zauberhafte Engel sowie die schwangere Maria mit ihrem Mann Josef vorne im Chor. Sie alle warteten, zusammen mit den Moderatorinnen und der Souffleuse, mehr oder weniger nervös auf ihren Einsatz im Stück «Ja, bist Du noch zu retten?»

Was zuerst nach einem gewöhnlichen Krippenspiel der Viert- bis Sechstklässler aussah, entpuppte sich aber gleich zu Anfang als ein Theater der nicht klassischen Art: Bewaffnet mit einem Schwert trat Petrus ins Spiel - er wollte gegen die Ungerechtigkeiten auf dieser Welt gewaltsam vorgehen. Bei Maria und Josef stiess Petrus mit seinen fanatischen Ideen auf Widerstand. Sie wollten nicht mithelfen, die frohe Botschaft, das Evangelium, mit einer Waffe unter das Volk zu bringen. Bei den Hirten aber - die selber eher auf der Schattenseite des Lebens stehen - stiess der wütende junge Mann sogleich auf Sympathie. Erst das Zusammentreffen mit den Engeln, den drei Königen sowie der heiligen Familie öffnete ihnen das Herz - und zeigte ihnen andere Möglichkeiten, Hoffnung und lebensfrohere Perspektiven auf.

Nach Vorträgen des Bläserquartetts, dem schönen Flötenspiel der Zweit- und Drittklässler, den Liedern, die von der Unterstufe und dem Kindergarten gesungen wurden sowie drei von der Oberstufe interpretierten Stücken erhielten sämtliche Schülerinnen und Schüler den obligaten Weihnachtsring. Dieser roch so köstlich, dass er von dem einen oder anderen Kind bereits während des gemeinsam gesungenen «Oh du Fröhliche» angebissen wurde. (bob)