von Susanna Vanek

«Komm, lass uns schauen, ob das Metall-Mandli an seinem gewohnten Platz steht», sagt ein Besucher des Bremgarter Ostermarktes beim Casino zu seiner Frau. In der Tat sind die meisten der 417 Marktfahrer, die sich am Ostermarkt beteiligen, «alte Bekannte». Zum Beispiel Astrid Henz aus Grossaffoltern, die zusammen mit Corinne Furrer Heilsalben, Pflegeprodukte und Tees verkauft.

«Als ich vor zehn Jahren einen Stand bekam, freute ich mich riesig», erinnert sie sich. Bremgarten, erläutert sie, garantiere ihr einen guten Saisonstart, «bei so schönem Wetter wie heute sowieso». Indes, die Finanzkrise merke man schon, meint sie, «früher haben wir klar höhere Umsätze erzielt».

Am Bogen verkauft «Frau Safti», eigentlich Anke Bregy aus Bern, Saftpressen. Bregy gibt alles, um das kleine Plastikding anzupreisen, macht Witze, spricht Passanten an, führt ihr Gerät vor. Einfach sei es nicht, etwas zu verkaufen, sagt sie. «Wegen der Wirtschaftslage kaufen die Leute weniger als früher.»

Mehr Zuschauer

Für Nadja Schenk-Wyss aus Koppigen, die Schmuck aus Steinen und Silber anbietet, ist der Ostermarkt bereits ihr zweiter Markt dieses Jahr. Die Wirtschaftskrise merke sie nicht. Es sei aber so, dass man am Herbst- oder Weihnachtsmarkt bessere Umsätze tätigen könne als am Ostermarkt. «Da gibt es zwar sehr viele Besucherinnen und Besucher, aber die meisten wollen nur schauen und gar nichts kaufen.»

Mit dem Geschäftsverlauf zufrieden ist auch der Einheimische Beat Inglin vom T-Shirt-Shop: «Ich kann nicht klagen.» Im letzten Jahr seien die Umsätze zwar klar besser gewesen, «aber da hatten wir EM-T-Shirts, so was läuft immer. Dieses Jahr gibt es keinen speziellen Anlass, und das merken wir.»

Ab dem frühen Morgen steht auch Marktchef Walter Friedli im Einsatz. «Keine Zwischenfälle», meldet er. Die Zahl der Besucher schätzt er auf 35 000 bis 40 000 Personen. Er ist sehr zufrieden.