Hätten Sie das gewusst? Im US-Bundesstaat Kentucky gibt es eine Kirche, die christliche Gottesdienste mit Schlangen veranstaltet, «snake handling» nennt sich das. 

Warum auch nicht, könnte man denken, war es doch laut der Bibel die Schlange, die die Menschheit in die Sünde und so ins Verderben getrieben hat.

Bei den Gottesdiensten in den USA werden giftige Schlangen aber nicht als Sündenböcke eingesetzt, sondern um den Glauben der Kirchenmitglieder unter Beweis zu stellen. Denn wer auf Gott vertraut, traut sich auch, ein gefährliches Tier anzufassen. Begleitet wird das Ritual von Musik und Tanz.

Er versuchte noch, die Gemeide zu beruhigen

Das wurde einer Klapperschlange kürzlich wohl zu bunt. Sie bis zu, als Priester Cody Coots das Schlangen-Ritual vollführte. Coots betreibt eine der letzten Kirchen in den USA, in denen «snake handling» praktiziert wird.

Sein Glaube scheint stark zu sein – denn noch nach dem Biss versucht er lautstark, die Gemeinde zu beruhigen. Das Schlangengift setzt ihn jedoch schnell ausser Gefecht – blutig und apathisch wird er aus der Kirche getragen und in ein Krankenhaus gebracht. Wo ihm die Ärzte das Leben retten.

Sein Vater Jamie Coods war übrigens ebenfalls (Schlangen-)Priester und hatte weniger Glück: Er starb vor vier Jahren in seiner Kirche durch einen tödlichen Schlangenbiss. Er ist bei weitem nicht der einzige. (smo)

Mehr zum Thema in diesem (englischsprachigen) CNN-Beitrag aus dem Jahr 2012: