«Pashukeni» – open up your eyes!

Corpus Christi Parish Kindergarten (Katutura) (Bild: Nicole Annette Müller)

Kindergarten in Katutura

Corpus Christi Parish Kindergarten (Katutura) (Bild: Nicole Annette Müller)

Letzte Woche kam ich das erste Mal raus aus dem Büro. Ich begleitete zwei Arbeitskollegen einen ganzen Tag beim Verteilen von Esswaren und Toilettenartikel für Kindertagesstätten und Suppenküchen in Katutura.

Insgesamt belieferten wir 16 Projekte mit Waren im Wert von gut 4200 Franken. Ottilia, Volontärin im Mamakhai-Kindergarten, strahlte übers ganze Gesicht, als wir mit dem Pick-Up vorfuhren: «Vielen herzlichen Dank! Mit diesen Esswaren können wir die Kinder einen Monat lang versorgen!»

Bei Mamakhai werden 34 Kinder betreut. Von Montag bis Samstag erhalten sie Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Und während die grösseren Kinder zur Schule gehen, bleiben die Kleinen im hauseigenen Kindergarten.

Es gibt unzählige Institutionen in Katutura, welche sich um benachteiligte Kinder und Waisen kümmern. Das Geld ist knapp und alle sind auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Mein Arbeitgeber war der erste Dachverband, welcher sich den Bedürfnissen von OVC (orphans and vulnerable children) annahm. Gegründet 2002, zählt der Verband bereits über 500 Mitglieder. Um Unterstützung zu beantragen, müssen sie verschiedene Kriterien erfüllen.

Mamakhai ist dafür ein gutes Beispiel: Die Kinder bekommen einerseits drei Mahlzeiten pro Tag. Ausserdem setzt der Kindergarten auf Bildung und psychosoziale Unterstützung. Manche Strassenkinder nennen Mamakhai gar ihr Zuhause.

In Namibia leben derzeit über 162 000 Waisen- und benachteiligte Kinder. Es wir geschätzt, dass sich diese Zahl bis 2021 auf über eine Viertel Million erhöht haben wird.

Übrigens, eines der Projekte, welches wir besuchten, heisst «Pashukeni». Das bedeutet in der Sprache der Ovambo «open up your eyes» - Öffne deine Augen!

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