Pandemiepläne sind auch bei Ämtler Unternehmen und Schulen ein Thema

Bis zum vergangenen Dienstag wurden in der Schweiz insgesamt 683 laborbestätigte Fälle von Schweinegrippe registriert, wie das Bundesamt für Gesundheit mitteilte. Auch das Säuliamt reagiert auf die Bedrohung.

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Schweinegrippe

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Keystone

Die drohende Pandemie wirkt sich auf den Alltag aus. Bei der Ernst Schweizer AG in Hedingen wird bereits seit zwei Wochen aufs Händeschütteln verzichtet. Das sei auch für ihn nicht immer einfach, erklärt Personalleiter Markus Villiger. Als weitere Massnahmen hält die Firma Schweizer die Absenzen im Auge und hat Desinfektionslösung sowie Schutzmasken für alle Mitarbeiter eingelagert.

Türklinken häufiger putzen

Auch im Coopark Affoltern stellt man sich auf eine Grippewelle ein: «Die Putzfrauen sind instruiert, Türfallen mehrmals täglich zu desinfizieren», nennt Geschäftsführer Renato Blum eine der bereits getroffenen Massnahmen. Weiter achtet man auf den Informationsaustausch zwischen den Geschäften im Center und sensibilisiert Mitarbeiter auf das Thema Desinfektion. Schutzmasken und Desinfektions-Lösungen habe man bisher immer vorrätig gehabt, so Blum, auch wenn es bei einzelnen Sorten zuweilen Engpässe gab. Die Lage an der «Grippe-Front» wird bei Coop ständig analysiert. Falls es personell eng würde, hätten die Lebensmittel Priorität und es würden auch Verkäufer aus dem Nonfood-Bereich herangezogen.

Bereits vor dem neuen Schuljahr hat die Sekundarschule in Mettmenstetten Lehrpersonen, Eltern und Schüler schriftlich über Hygienemassnahmen wie regelmässiges Händewaschen sowie über Symptom-Erkennung und entsprechendes Verhalten informiert. Angedacht sei ebenfalls, Türklinken und Treppengeländer häufiger reinigen zu lassen, so Schulpräsident Urs Bumbach. Allenfalls erkrankte Schüler sollen mit ihren Geschwistern zuhause bleiben. «Eine Schulschliessung kommt aber nur in Absprache mit dem Volksschulamt infrage», betont Bumbach.

Bei aller Vorsicht gilt es, nicht auf Panik zu machen. «Das Schweinegrippe-Virus ist nicht gefährlich», versichert Nadja Lindenmann, Co-Chefärztin Innere Medizin am Spital Affoltern. Im Gegensatz zur normalen Grippe sind ältere Menschen kaum betroffen. Trotzdem ist das Spital Affoltern vorbereitet: Falls viele an der Schweinegrippe erkrankte hospitalisiert werden müssten, würden diese in der geschützten Operationsstelle (GOPS) untergebracht. (tst.)

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