Limmatspital
Palliative Care begleitet Schwerkranke und Sterbende und unterstützt deren Angehörige

Zum Welt-Hospiz- und Palliative-Care-Tag waren verschiedene Vereine mit einem Stand im Spital Limmattal präsent. Information und Aufklärung waren oberstes Ziel.

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Palliativmedizin

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Schweiz am Sonntag

Sarah Weber

Anlässlich des Welt-Hospiz- und Palliative-Care-Tages wurden in der Region verschiedenste Aktionen durchgeführt: Informationsstände auf dem Oerliker Gemüsemarkt und in der ganzen Stadt Zürich. Auch im Limmattal gab es eine Aktion. Im Spital Limmattal stellten sich drei Organisationen vor, die Palliative Care anbieten: Die Spitex der Region Limmattal, der Verein für Wachen und Begleiten (Wabe) Limmattal und Onko Plus, eine Stiftung für Krebs- und Palliativpflege. Sie organisierten zusammen einen Informationsstand für Patienten und Angehörige.

Mitorganisatorin des Infostandes war die ehemalige Stadträtin der Stadt Dietikon Marianne Landolt: «Unser Ziel ist hier, die Palliative
Care publik zu machen und den Leuten verständlich zu machen, was für Organisationen in der Region dazugehören.» Landolt engagiert sich im Verein Wabe, der Schwerkranke, Chronischkranke und Sterbende in der Endphase begleitet. Der angebotene Begleitdienst ist kostenlos und richtet sich an Betroffene und ihre Angehörige.

In Ergänzung zu diesem Begleitdienst des Vereins Wabe standen Mitglieder der öffentlichen Krankenpflege Spitex für Gespräche am Stand. Sie informierten über die medizinischen und pflegerischen Dienstleistungen der Spitex der Region Limmattal. Die Spitex wird von den Gemeinden subventioniert. Information zu medizinischer Unterstützung bot auch die Stiftung Onko-Plus. Die Stiftung bietet Behandlung und Betreuung von Schwerstkranken durch medizinische Fachpersonen an.

Information und Aufklärung waren oberstes Ziel der Aktion. «Wir wollen den Leuten zeigen, dass sie nicht allein sind. Gerade auch Ausländer kennen oftmals diese Angebote nicht», so Landolt. Dabei sei es sehr wichtig, dass die betroffenen Patienten ihre Wünsche rechtzeitig äussern könnten und so sehr viel zur Lebensqualität der Patienten in dieser Endphase beigetragen werden könne. «Viele Leute wissen wenig oder gar nichts über Palliative Care», erzählt auch die Onkolgin Heidi Dazzi, leitende Ärztin im Spital Limmattal. «Sehr viele Menschen pflegen und betreuen Angehörige und diese Leute sollen wissen, dass sie nicht allein sind und Unterstützung holen können», so Dazzi weiter. Die Ärztin betonte, dass die verschiedenen Organisationen zusammenwirken und ihre Tätigkeiten sich ergänzen.

Die Aktion soll zeigen, dass die Organisationen existieren und für die Bevölkerung da sind. Begleitung und Betreuung ist in Heimen, zu Hause oder stationär möglich. Das Spital Limmattal dient dafür als Anlaufstelle.

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