Kriminalität

Pässe von bosnischen Moslems gestohlen - Keine Pilgerfahrt möglich

Bosnische Moslems bestohlen (Archiv)

Bosnische Moslems bestohlen (Archiv)

Rund 2500 fromme Moslems aus Bosnien werden vorerst auf die geplante Wallfahrt zu den Heiligen Stätten in Saudi Arabien verzichten müssen.

Ein bewaffneter Mann überfiel den Besitzer eines Reisebüros, das die notwendigen saudischen Visa besorgen sollte, in seinem Auto in Sarajevo und stahl 2507 Pässe, wie Medien berichteten.

Der Räuber zwang den Mann zu einem nahen Berg zu fahren, kettete ihn darauf ans Lenkrad und verschwand. Passanten entdeckten das Opfer, er wurde von Polizei und Feuerwehr befreit.

Über den Täter gab es zunächst keine Angaben. Zwischen dem betreffenden Reisebüro und der Islamischen Gemeinschaft in Bosnien tobt seit Wochen ein Streit um die Rechte für das Organisieren von Pilgerfahrten nach Saudi Arabien.

Das überfallene Reisebüro bietet billigere Flüge als die Islamische Gemeinschaft an. Das könnte einer der Gründe für den Überfall gewesen sein, spekulieren gut informierte Kreise in Sarajevo.

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