Affäre Polanski

Opfer unterstützt Polanskis Begehren um Verurteilung in Abwesenheit

Der unter Hausarrest stehende Regisseur Roman Polanski (Archiv)

Der unter Hausarrest stehende Regisseur Roman Polanski (Archiv)

Die Amerikanerin, die 1977 als 13-jährige von Roman Polanski sexuell missbraucht worden war, unterstützt das Begehren des Regisseurs, in den USA nicht persönlich vor Gericht erscheinen zu müssen. Richter Peter Espinoza entscheidet heute darüber.

Einer der Anwälte des damaligen Opfers Samantha Geimer verlangt zudem, dass das Auslieferungsbegehren der USA an die Schweiz zurückgezogen wird. Geimer sei von der Bezirksstaatsanwaltschaft nicht über das Auslieferungsbegehren verständigt worden. Dies stelle einen Verstoss gegen die Verfassung des Bundesstaates Kalifornien dar.

Die amerikanische Justiz hatte es im Dezember letzten Jahres abgelehnt, das Verfahren gegen Polanski einzustellen. Heute Freitag ist nun eine Anhörung geplant, um zu entscheiden, ob Polanski in den USA in Abwesenheit verurteilt werden kann.

Polanski steht derzeit in Gstaad BE unter Hausarrest. Er war auf Grundlage eines US-Haftbefehls wegen sexuellen Missbrauchs einer 13-Jährigen im Jahr 1977 in Gewahrsam genommen worden.

Polanski hatte 1977 ein Schuldbekenntnis abgelegt und sass 42 Tage in Haft, ehe er sich 1978 aber dem weiteren Verfahren durch Flucht ins Ausland entzog.

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