Opfer
Opfer sollen sich melden

«Bei uns sind bisher keine Meldungen eingegangen, die nicht im Zusammenhang mit Pater Gregor stehen», sagt Giuseppe Gracia, Kommunikationsbeauftragter des Bistums Basel. Am Mittwoch teilte das Bistum Basel mit, vier Personen hätten sich neu gemeldet. Es seien Fälle, die Pater Gregor zugeordnet werden können. Aus welchem Gebiet sie kommen, kann Gracia noch nicht sagen: «Die Abklärungen laufen.» Beim Bistum Basel seien auch keine weiteren Meldungen zum Fall Stefan Küng in Aadorf eingegangen: «Wir sind hier auf die Informationen der Strafverfolgungsbehörden angewiesen.»

Merken
Drucken
Teilen
Pater Gregor

Pater Gregor

Tele M1

Dieter Minder

«Betroffene haben sich bei mir keine gemeldet, aber ich hatte einige Telefonate zum Fall», sagt Theres Schmid, Präsidentin der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Baden. Sie findet es sichtig, dass die Leute sich an die Diözese gewandt haben, aber: «Selbstverständlich können sie auch mich anrufen.»

Der Zisterzienserpater Gregor Müller war in den 60er-Jahren im Kloster Wettingen Mehrerau (Bregenz, Vorarlberg) und im Priorat Birnau (Überlingen) tätig. Dabei missbrauchte er Knaben sexuell. Deswegen wurde er 1971 nach Baden versetzt, was der Kirchgemeinde nicht bekannt war, wie der damalige Kirchenpflegepräsident Josef Sieber sagte (AZ 20.3.2010). Dafür wusste die Bistumsleitung in Solothurn von den Verfehlungen. 1987 ging er ins Kloster am Bodensee zurück. Seit 1992 war er Pfarradministrator in Schübelbach. Nachdem sich ein Opfer gemeldet hatte, verliess Müller Schübelbach und zeigte sich bei den Vorarlberger Untersuchungsbehörden selbst an.

Betroffene können sich bei folgenden Personen melden: Theres Schmid, Präsidentin der Römisch-katholische Kirchgemeinde Baden, 056 221 17 08, oder den Beraterinnen des Bistums Basel, Marie-Theres Beeler, 061 921 52 27, und Lucia Hauser, 061 265 74 99.