Olten

Zu den bisher bekannten zwölf Kandidaten für den Oltner Stadtrat gesellten sich am Montag kurz vor Anmeldeschluss mit Fabio Rüegsegger und Rolf Sommer noch zwei neue Gesichter.

Merken
Drucken
Teilen
Zwei Überraschungen kurz vor Anmeldeschluss für Stadtratswahlen

Zwei Überraschungen kurz vor Anmeldeschluss für Stadtratswahlen

Nach dem angekündigten Rücktritt von Baudirektorin Silvia Forster setzt die SP auf ein Dreierticket mit den amtierenden Stadträten Doris Rauber und Peter Schafer sowie ihrem Fraktionspräsidenten Markus Ammann, der «nebenbei» als Kandidat für das Stadtpräsidium (Wahl am 28. Juni) bestimmt wurde.

Die FdP will nach der Schlappe von 2005 mit der Abwahl von René Rudolf von Rohr wieder die alte Stärke erreichen. Nebst Stadtpräsident Ernst Zingg steigen die Gemeinderäte Heinz Eng und Urs Knapp ein. Das FdP-Dreierticket wird «ergänzt» durch die wilde Kandidatur des Gemeinderats und BBZ-Direktors Mario Clematide.

Ebenfalls nicht nur auf Besitzstandwahrung ist die CVP aus. Nebst dem amtierenden Bildungsdirektor Martin Wey stellt sich auch Gemeinderätin Antonia Hagmann der Wählerschaft.

Die Grünen schicken mit der ehemaligen Gemeindeparlamentspräsidentin Iris Schelbert und Gemeinderat Felix Wettstein gleich zwei Pferde ins Rennen, während die SVP mit Parteipräsident Marcel Buck auf eine Einerkandidatur setzt.

Hier spontan, dort zum Zweiten

Spontan angemeldet hat sich der 28-jährige Fabio Rüegsegger, Präsident der Jungfreisinnigen Olten-Gösgen, «aus Ärgernis, wie die Stadt Olten momentan funktioniert», wie er begründet. Er wolle die Stimme der Jugend in den Stadtrat einbringen und sich insbesondere für eine Verbesserung der Sicherheit starkmachen.

Die Stadt solle zudem vermehrt private Projekte unterstützen, welche einen wichtigen Beitrag zur Stadtentwicklung leisten und behördliche Einschränkungen massiv abbauen. Und: «Ein Stadtrat verdient zu viel, ich würde mich mit 60 Prozent des Lohns zufrieden geben.»

Ebenfalls ohne Vorankündigung reichte der ehemalige SVP-Gemeinderat und amtierende Kantonsrat Rolf Sommer seine Kandidatur ein unter der «Parteibezeichnung» OSW (Olten SüdWest) – ein Hinweis auf sein primäres politisches Anliegen: die Verlagerung der städtischen Sportstätten ins Areal Olten SüdWest. Nach dem gescheiterten Versuch 2001 ist dies Sommers zweiter Anlauf für ein Stadtratsmandat. (mz/pwn/dge)