Oldtimer aus der Vorkriegszeit am Start

20. Raid Suisse-Paris, Basel, Foto Kenneth Nars: Zum 20. Mal findet die RAID Suisse-Paris statt. Gestartet wird im Rundhof der Messe Basel, nach einer knappen Runde im Rundhof verlassen die Teilnehmer dann die Messehalle hinten unter Applaus der Zuschauer und beginnen ihre Reise nach Paris.

Oldtimer aus der Vorkriegszeit am Start

20. Raid Suisse-Paris, Basel, Foto Kenneth Nars: Zum 20. Mal findet die RAID Suisse-Paris statt. Gestartet wird im Rundhof der Messe Basel, nach einer knappen Runde im Rundhof verlassen die Teilnehmer dann die Messehalle hinten unter Applaus der Zuschauer und beginnen ihre Reise nach Paris.

Vor der Basler Messehalle versammelten sich gestern unzählige Oldtimerliebhaber aus der ganzen Welt. 200 Piloten begaben sich auf die dreitägige Rallye nach Paris.

Muriel Mercier

Der älteste Oldtimer, der sich auf den Weg in Richtung Paris macht, wurde beam 20/60 sitzt Christian Thomi, voller Vorfreude auf die dreitägige Fahrt auf den Nebenstrassen nach Dijon, durch das Burgund nach Orléans und in die französische Hauptstadt. «Ich habe mich schon als kleiner Junge für Technik und Mechanik interessiert.» An seinem englischen Vorkriegsauto gefällt dem Prattler vor allem, dass er es selber hegen und pflegen muss: «Immer wieder kann ich daran etwas schaffen.»

Überhaupt nehmen in diesem Jahr 26 Oldtimer aus der Vorkriegszeit am 20. Raid Suisse–Paris teil – so viele wie bisher nie. Stephan Musfeld ist glücklicher Besitzer eines Alvis von 1937. Ein letztes Mal vor dem Startschuss um 12.30 Uhr poliert er mit dem Putzlappen die Motorhaube seines antiken Autos. Der englische Oldtimer wurde bis in die 60er-Jahre produziert. «Es ist wie mit allem: Ich habe einst angefangen, mit einem alten Auto zu fahren. Dann musste es neu und schneller sein. Und plötzlich habe ich gemerkt, dass Vorkriegsoldtimer meine Passion sind.»

Letzter Check vor den Fachleuten

Bevor es losgeht, müssen aber alle 200 teilnehmenden Oldtimer – der jüngste ist ein BMW aus dem Jahr 1978 – die Prüfung bei den Technikern überstehen. Remo Surer kontrolliert die Autos auf deren Sicherheit: «Ich schaue mir an, ob die Lichter funktionieren und die Oldtimer Öl verlieren», erklärt er. Danach werden die Fahrer und ihre Co-Piloten in die Messehalle gelotst und nehmen ihren Startplatz ein. Regina Fischer aus Zürich hat bereits 14-mal den Raid gefahren. Damit, zeigt sie sich überzeugt, gehörte sie zu jenen, die am häufigsten mitgemacht hätte. Es sei die einzige Veranstaltung, an der sie mit ihrem BMW von 1972 noch mitfahre.

Mit 200 Oldtimern kann der 20. Raid Suisse–Paris einen Rekord verzeichnen. Die Teilnehmer reisen aus elf Ländern an – unter anderem aus England, Belgien und sogar Mexiko – und fahren knapp 1000 Kilometer auf abgelegenen Nebenstrassen in die Stadt an der Seine. Ferien bedeutet der Raid aber nicht. Es gibt Regeln, an die sich jeder Rallye-Pilot halten muss: Eine Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 40 und 50 km/h muss eingehalten werden, pro Tag werden mehrere Etappenkontrollen durchgeführt und Sonderprüfungen absolviert. Erst seit sechs Jahren startet der Raid in Basel. Zuvor trafen sich die Oldtimerliebhaber im französischen Marnay.

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