Schulsozialarbeit

«Ohne Vertrauen funktioniert es nicht»

Zwei erfahrene Sozialpädagogen Esther Fischer und Christoph Moser bauen an der 1200 Schüler umfassenden Schule Bremgarten die Schulsozialarbeit auf. SL

Sozialpädagogen

Zwei erfahrene Sozialpädagogen Esther Fischer und Christoph Moser bauen an der 1200 Schüler umfassenden Schule Bremgarten die Schulsozialarbeit auf. SL

In Bremgarten läuft seit drei Wochen das Beratungsangebot Schulsozialarbeit. Das «Tandem» Esther Fischer und Christoph Moser sieht seine Hauptaufgabe im Unterstützen und Vermitteln beim Lösen von Knöpfen.

Lukas Schumacher

«Wir sind bestens aufgenommen worden und gut gestartet», betonen Esther Fischer und Christoph Moser. Beide sind erfahrene Sozialpädagogen. Sie arbeiteten mehrere Jahre mit sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Heimen. Beide suchten eine neue berufliche Herausforderung.

Aus 31 Bewerbungen wählte die Schulbehörde Bremgarten den Menziker Christoph Moser und die Würenloserin Esther Fischer, um die Schulsozialarbeit in Bremgarten aufzuziehen.
Dass nun ein «Tandem» - eine Frau und ein Mann - die Schulsozialarbeit in Bremgarten wahrnehmen, ist kein Zufall. Die «Tandem»-Lösung war die Wunschvorstellung der Schulverantwortlichen.

Breit gefächertes Angebot

«Wunder können wir nicht vollbringen», geben Esther Fischer und Christoph Moser zu verstehen, «und Patentlösungen haben wir nicht auf Lager. Aber wir können bei vielfältigen Sorgen, Problemen und Schwierigkeiten vermittelnd und unterstützend wirken.» Das Beratungsangebot für die 1200 Bremgarter Schüler umfasse Themen wie Ausgrenzung, Aggression, Familienprobleme oder Konzentrationsstörungen. Den Lehrpersonen wolle man zur Seite stehen in Krisensituationen, bei Konfliktbewältigungen oder bei der Unterstützung in der Elternarbeit.

Im Weiteren möchte das «Tandem» der Schulhaus-Kultur Impulse verleihen. Stichworte dazu seien der Umgang miteinander, Genussmittel, Drogen oder der Themenkreis Freundschaft, Liebe, Sexualität.

50 und 80 Stellenprozente

Christoph Moser, dessen Arbeitspensum 80 Prozent beträgt, ist in Zimmer 910 des Isenlauf-Schulhauses untergebracht. Hier ist Moser täglich von 9 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr anzutreffen, ausser am Mittwochnachmittag. Berufskollegin Esther Fischer logiert in Zimmer 002 im Stadtschulhaus auf der anderen Seite der Reuss. Ihr Arbeitspensum beträgt 50 Prozent. Anzutreffen im Stadtschulhaus ist Esther Fischer jeweils am Montag, Dienstag und Donnerstag von 10 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 16 Uhr.

Esther Fischer und Christoph Moser haben sich auf Vorstellungstour begeben. Sie klopfen bei allen Bremgarter Oberstufenklassen an und stellen sich und die Schulsozialarbeit vor. «Wir wollen ein Vertrauensverhältnis zu den Schülern und Lehrpersonen aufbauen», betont das «Tandem», «denn ohne Vertrauen funktioniert die Schulsozialarbeit nicht.»

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