11. April in Fort Pierce im US-Bundesstaat Florida: Ein Doppelpropeller-Flugzeug nähert sich der Landebahn – doch das Fahrwerk ist nicht ausgefahren.

Die Maschine schlittert in der Folge auf dem Bauch über die Landepiste, wobei die Propeller immer wieder den Teer der Landepiste schrammen. Kurz vor Ende der Landebahn zieht der Pilot die beschädigte Maschine wieder nach oben.

So zeigt es nun ein Amateur-Video des missglückten Landemanövers. Wie der US-Sender «WPBF» berichtet, hatte der 85-jährige Pilot das Fahrwerk absichtlich nicht ausgefahren. Aber warum?

Zu schnell unterwegs

Trotz der beim fehlgeschlagenen Landemanöver beschädigten Propeller flog der Senior noch über 160 Kilometer weiter Richtung Süden zurück nach Fort Lauderdale, wo er sicher landen konnte.

Wie der Pilot gegenüber WPBF sagte, war er dort mit seiner Aerostar-Maschine gestartet um Freunde an der Treasure Coast zu besuchen, wie er es jedes Jahr tut. Als er versucht habe, zu landen, «ist irgendetwas falsch gelaufen».

Der 85-jährige Pilot hat das Fahrwerk absichtlich eingefahren – weil er zu schnell war.

Der 85-jährige Pilot hat das Fahrwerk absichtlich eingefahren – weil er zu schnell war.

«Zur Hölle, wir müssen hier rauskommen», habe er gedacht, als er und sein Hund Buddy im Flugzeug über die Piste schlitterten. Der Rentner besitzt nach eigenen Angaben über 50 Jahre Flugerfahrung.

Den «Unfall» erklärte der 85-Jährige so: Das Getriebe sei zuerst ausgefahren gewesen, als er bemerkt habe, dass er zu schnell auf die Landebahn zuflog. «Man muss hier schnell stoppen.» Also habe er das Fahrwerk wieder eingefahren und schlitterte über die Piste.

Weil ihm der Fluglotse in Fort Pierce sagte, es gebe keine Möglichkeit das Flugzeug zu reparieren habe er sich gesagt: «Yeah, okay, vergiss es. Ich gehe wieder zurück nach Hause.»

Obschon der Pilot nach einer weiteren Stunde Flug sicher an seinem Heim-Flugplatz gelandet war, hat die amerikanische Bundesluftfahrtbehörde FAA eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet.