Fussballcamp
Ohne ein gutes Team gehts nicht

Zum dreizehnten Mal wird das FC-Aarau-Sommercamp im Aarauer Schachen durchgeführt. Die Kinder profitieren von den Profikickern.

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Fussballcamp des FCA

Fussballcamp des FCA

Aargauer Zeitung

Raphaela Gysi

Am frühen Montagabend begrüsste der OK-Präsident Paul Senn im riesigen Festzelt die vielen Kinder und Eltern. Nach wenigen einführenden Worten kamen auch schon die Spieler und Trainer der ersten Mannschaft auf die Bühne.

Paul Senn übergab dem neuen Cheftrainer, Jeff Saibene, das Wort: «Es gab viele Abgänge, das Potenzial ist nicht so gut wie letztes Jahr. Aber mit einem gut zusammenhaltenden Team lässt sich in der neuen Saison viel erreichen.»

Neue Saison, neuer Captain

Der neue Captain Sandro Burki doppelte nach: «Wir sind Abstiegskandidat Nummer eins, aber mit dieser Mannschaft schaffen wir den Ligaerhalt.» Burkis Vater hat das Sommercamp ins Leben gerufen. Burki hat am letzten Samstag das 1:0 gegen die Grasshoppers erzielt.

Die Euphorie übertrug sich auf die ungeduldig wartenden Kinder. Als dann der Goalie Ivan Benito das Mikrofon ergriff, konnten sie sich kaum noch auf den Bänken halten vor Begeisterung. Seine Ansage war kurz aber klar: «Immer ein Tor mehr machen als der Gegner.»

Den Profis ganz nah

Endlich durften sich die Kinder in eine Reihe stellen, um die ersehnten Autogrammkarten ihrer Vorbilder abzuholen. So endete der erste Tag nach ersten Trainingseinheiten in der sengenden Nachmittagshitze mit einem ersten Highlight.

Am Dienstagmorgen begann das Training zeitig. Die 36 Gruppen mit je etwa 14 Kindern sind immer einem Trainer zugeteilt. Bei dieser Gruppengrösse kann gut auf jedes einzelne Kind eingegangen werden.

«500 Kinder sind optimal»

Dass die Gruppen nicht zu gross sind, liegt auch Paul Senn am Herzen: «Im letzten Jahr waren es 600 Kinder und wir kamen in Bezug auf die Organisation und die Logistik ans Limit.» Zum ersten Mal gibt es dieses Jahr auch drei reine Mädchengruppen. Vanja, Janina und Veronica finden diese Gruppen sehr gut: «Es ist anstrengend, aber wir lernen viel.»

Das erste Ziel von Paul Senn ist, dass nichts passiert. Die Kinder sollen Spass haben und lernen, als Team zu funktionieren, sich aber auch mal durchsetzen. Die Team-Erfahrung ist auch vielen der Eltern sehr wichtig. Eine Mutter meint, es sei aber auch gut, dass die Kinder sich am Abend zu Hause erholen könnten, denn die «Lagersituation» sei für viele Kinder noch ungewohnt.

Dem OK und all den freiwilligen Helfern müsse sie aber ein grosses Lob aussprechen: «Das ist in der heutigen Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich.» Heute Mittwoch haben die Kinder Gelegenheit, mit den Spielern der 1. Mannschaft zu trainieren und mit ihnen fotografiert zu werden.

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