Egyptair-Absturz
Offenbar brach Feuer an Bord von abgestürzter Egyptair-Maschine aus

Rund zwei Monate nach dem Absturz eines Egyptair-Flugzeugs über dem Mittelmeer hat die Auswertung eines der Flugschreiber offenbar den Ausbruch eines Feuers an Bord bestätigt. Auf den Aufzeichnungen des Stimmrekorders, der Gespräche im Cockpit mitschneidet, ist das Wort "Feuer" zu hören.

Merken
Drucken
Teilen
Paris-Kairo: Flugzeugabsturz von EgyptAir-Maschine
22 Bilder
Erste Trümmerteile wurden entdeckt. Nun wird die Suche nach den beiden Flugschreibern intensiviert.
Ein Flugzeug der griechischen Luftwaffe bereitet sich auf einen Suchflug auf den vermissten Airbus der Egypt-Air-Maschine vor. Links ein Kameramann.
Der ägyptische Luftfahrminister Sherif Fathi erklärte, dass die Umstände darauf hinwiesen, dass die Wahrscheinlichkeit eines Anschlags wesentlich höher sei als ein technischer Fehler.
War es ein Anschlag? Französische Polizisten bewachen am Absturztag sicherheitshalber das Terminal am Charles-de-Gaulle-Flughafen in Paris
Trauernde Angehörige in Paris
Das ist das vermisste Flugzeug: Der Airbus A320 der Egyptair mit der Registrierung SU-GCC.
Trauernde Angehörige in Kairo
Ägyptischer Premierminister Sherif Ismail: Die Gründe für das Unglück sind noch völlig offen
Angehörige trauern um ihre Liebsten
Angehörige trauern um ihre Liebsten
Auf dem Weg von Paris nach Kairo verschwunden: Eine Maschine der EgyptAir.

Paris-Kairo: Flugzeugabsturz von EgyptAir-Maschine

Screenshot/Flightradar24

Das gaben die Ermittler am Samstag in Kairo bekannt. Bereits Ende Juni war nach der Analyse des Flugdatenschreibers bekannt geworden, dass in der Maschine der ägyptischen Fluggesellschaft Egyptair, die am 19. Mai auf dem Weg von Paris nach Kairo mit 66 Menschen an Bord im Mittelmeer zerschellt war, Rauchalarm ausgebrochen war.

Auf den Aufzeichnungen des Stimmrekorders, der Gespräche im Cockpit mitschneidet, ist das Wort "Feuer" zu hören. Das gab die von Ägypten geleitete Untersuchungskommission am Samstag in Kairo bekannt.

"Die Kommission hat damit begonnen, die Aufzeichnungen aus dem Cockpit Voice Recorder (CVR) vor dem Unfall abzuhören", heisst es in einer offiziellen Erklärung. Darin werde die "Existenz eines 'Feuers' erwähnt". Es sei jedoch "zu früh", um dessen "Ursache oder den Ort zu bestimmen".

Bereits Ende Juni war nach der Analyse des Flugdatenschreibers bekannt geworden, dass in der Maschine der ägyptischen Fluggesellschaft Egyptair unmittelbar vor dem Absturz automatisch Rauchalarm ausgelöst wurde. Teile des Vorderteils der Unglücksmaschine wiesen ausserdem Anzeichen für die Einwirkung hoher Temperaturen sowie Russ auf.

Die Aufzeichnungen des Flugdatenschreibers reichen vom Abflug des Airbus A320 in Paris bis zu einer Höhe von 37'000 Fuss (11'250 Meter), wie der Untersuchungsausschuss Anfang Juni mitgeteilt hatte. Bereits zuvor war bekannt geworden, dass die Maschine zwei scharfe Kurven geflogen war, bevor sie auf die Wasseroberfläche aufschlug.

Der Airbus A320 war am 19. Mai auf dem Weg von Paris nach Kairo mit 66 Menschen an Bord über dem Mittelmeer abgestürzt. Unter den Opfern sind 40 Ägypter und 15 Franzosen. Bis heute ist die Unglücksursache unbekannt.

Flugdatenschreiber und Stimmrekorder der Maschine wurden Mitte Juni nach wochenlanger Suche geborgen. Sie waren schwer beschädigt, konnten aber repariert werden.