Obernarr ist gekrönt worden
Obernarr ist in Urdorf gekrönt worden

Als Leiter der Gesundheitsabteilung kennt sich Martin Büchi gut aus in Urdorf. Dieses Jahr darf der Spreitenbacher zudem das Amt des obersten Fasnächtlers bekleiden.

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Limmattaler Zeitung

Nicolas Kucera

Um Punkt drei Uhr donnerte es auf dem «Muulaffeplatz» in Urdorf aus drei Kanonen. Damit war der Startschuss gefallen, die diesjährige Fasnachtssaison eröffnet. Trotz der Kälte hatten sich einige hundert Schaulustige und Fasnachtsbegeisterte eingefunden, um gemeinsam mit der «Clique Schäflibach» an diesem Samstagnachmittag die neue Fasnachtssaison einzuläuten. Auf den Startschuss folgte eine Ansprache der Vereinspräsidentin Doris Grob. Vom Wagen der «Schäflibacher» aus gab sie das diesjährige Motto bekannt: «Über den Wolken».

Ankunft im Feuerwehrauto

Auch Peter Leuzinger, Zeremonienmeister der «Schäflibacher», sowie Marcel Peter, scheidender Schirmherr, wandten sich an die Schaulustigen. Letzterem merkte man an, dass er als Schirmherr der vergangenen Fasnachtssaison viel Spass hatte. Zwischen den Ansprachen spielten jeweils die beiden Guggenmusiken, die Urdorfer «Stiereschränzer» und die aus Birmensdorf angereisten «Flüüge-Tätscher».

Schliesslich war es soweit, der Moment, auf den alle gewartet hatten war da: Unter Blaulicht fuhr ein Feuerwehrauto um die Kurve und hielt schliesslich mitten auf dem Platz. Der Chauffeur sprang aus der Fahrerkanzel und öffnete die Tür zum hinteren Teil des Fahrzeugs. Gekleidet in eine alte Fliegeruniform, komplett mit Mütze und Brille, entstieg der designierte neue Schirmherr, Martin Büchi, Bereichsleiter Verwaltung, Sicherheit, Gesundheit auf der Gemeinde Urdorf, dem Feuerwehrauto. Zusammen mit seinen beiden Töchtern schritt er durch die applaudierende Menge zum Wagen, wo er von Grob und Leuzinger empfangen wurde.

Das Szepter mit dem Reichsapfel

Nach eingehenden Begrüssungen stellte Leuzinger die formale und alles entscheidende Frage, ob Büchi das Amt übernehmen wolle, was dieser unter lautem Applaus bejahte. Sein Vorgänger überreicht dem neuen Schirmherren das Szepter mit dem «Reichsapfel». In der folgenden Ansprache, erklärte Büchi, welche Ehre es für ihn als nicht in Urdorf Wohnhaften - er wohnt in Spreitenbach - sei, mit diesem Amt betraut zu werden. Dabei sei ihm das Amt schon drei Jahre zuvor angetragen worden, wie er später im Gespräch erklärte. «Damals hatte ich das Angebot ausgeschlagen, da ich noch zu wenig gut über die Urdorfer Fasnacht Bescheid wusste. Heute ist das anders, und ich habe deshalb mit Freude zugesagt.»

Grosse Feier im Embrisaal

Nach der Ansprache gab es für alle Hungrigen Wurst mit Brot. Die Fasnächtler verliessen den «Muulaffeplatz» allmählich in Richtung Embrisaal. Zuvorderst marschierten die «Stiereschränzer», gefolgt vom Wagen mit dem neuen Schirmherren und den «Flüüge-Tätschern», wobei die beiden Guggen ununterbrochen musizierten. Das Schlusslicht dieses kleinen Umzugs bildeten die «Malefizbachhexen», die «Wagenbauer», und die «Ur-Gruppe». Rund 20 Minuten dauerte der Marsch. Und überall wo der Wagen vorbei kam,rief Büchi den Zuschauern zu, dass die Fasnachtssaison eröffnet sei.
Im Embrisaal angekommenfand das eigentliche Fest statt. Dabei war der Saal getreu dem diesjährigen Motto dekoriert: Von der Deck baumelten Wolken und Flugzeuge, am Eingang stand ein «Nacktscanner», die Bedienung war als Stewardess verkleidet und an der Bar hing ein Schild mit der Aufschrift «By By Bar».