Zurzach

Obenabe, Undenufe, Trumpf

Final 282 Frauen und Männer nahmen teil und spielten mit zugelosten Partnern.

JAssen

Final 282 Frauen und Männer nahmen teil und spielten mit zugelosten Partnern.

Beaster Zurzibieter schafte es bei den Aargauer Jassmeisterschaften auf den neunten Rang

Sie haben an 18 Austragungsorten im ganzen Kanton gejasst und sich für den Final der Aargauer Jass-Meisterschaft qualifiziert: Am Wochenende sind 282 Frauen und Männer im Sportcenter in Leuggern angetreten. Gespielt wurde mit zugelostem Partner, mit französischen oder deutschen Karten - Trumpf, Obenabe, Undenufe.

Am Schluss schwang Walter Jaun aus Dielsdorf mit einer Gesamtpunktzahl von 8499,2 obenaus, gefolgt von Huldreich Adam aus Muri und Theo Lipp aus Aristau. Als bester Zurzibieter schaffte es Karl Vogler aus Bad Zurzach mit 8197 Punkten auf den 9. Rang. Keiner der Teilnehmer ging mit leeren Händen nach Hause. Stolze 40 000 Franken betrug die Preissumme.

Während der Spiele war es ruhig in der Halle, Worte wurden nur wo nötig gewechselt. Konzentration war gefragt. Derweil der eine an seinem Stumpen zog und sich ein grosses Bier gönnte, blieben andere bei Wasser und Kaffee. Jeweils nach 12 Spielen kam geschäftiges Treiben auf. Die Spielleiter sorgten dafür, dass jeder für die nächste Runde innert kürzester Zeit seinen Platz fand.

Rudolf Mehmann, seit 18 Jahren Präsident des Vereins Aargauer Jassmeisterschaft, zog eine positive Bilanz. «Ich bin sehr zufrieden», hielt er fest. «Es wird ruhig und fair gespielt.» Ein Lob galt auch seinen Kollegen: «Wir sind eine eingespielte Truppe und investieren gerne Zeit und Geld in unser Hobby.» Als erfreulich bezeichnete der Präsident die Teilnehmerzahlen, die mit 5500 Jassern während der Saison im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben seien. «Wir haben viele treue Jasser und sind eine grosse Familie», stellte Mehmann fest. Gleichzeitig räumte er ein, dass es - wie an so vielen anderen Orten auch - an den Jungen fehle. Was braucht es für ein gutes Resultat? «Etwa 80 Prozent sind Kartenglück», erklärte der Präsident. Der Rest sei Routine. Oder anders gesagt: «Ein erfahrener, geübter Jasser hat mit schlechten Karten mehr Möglichkeiten.»

Ein Leben ohne Jasskarten kann sich Rudolf Mehmann nicht vorstellen. Nach dem Final freut er sich auf eine etwas ruhigere Zeit und auf seine Ferien. «Ich werde es geniessen», meinte er mit einem Lachen. Fest steht: Die nächste Jassmeisterschaft kommt bestimmt. Im September beginnt die neue Saison. (mhu)

Weitere Informationen sind zu finden unter www.aargauer-jassmeisterschaft.ch.

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