Schnee
Oben schneeweiss – unten Schneematsch

In Aarau hielt die weisse Pracht nicht lange, bald tropfte der Schnee von den Bäumen und Matsch bedeckte die Strassen. Auf dem Homberg oberhalb von Reinach hingegen wähnte man sich gestern im tiefsten Winter.

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Auf den Spuren des Winters zwischen Aarau und Burg
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Schneemann Lustig: Schneemann in Hallwil.
Berghaus Tiefster Winter: Das Berghaus (767 m ü. M.) auf dem Homberg oberhalb von Reinach macht seinem Namen alle Ehre.
Homberg Wintertauglich Mit dem AZ-Auto auf dem Homberg.
Schafe Angepasst: Die Schafe auf dem Homberg haben zum Glück ein dickes Fell.
Arbeit Arbeit: In Burg befreit ein Mann seine Einfahrt vom Schnee. Hier am Hang des Stierenberges blieb die weisse Pracht länger liegen.

Auf den Spuren des Winters zwischen Aarau und Burg

Aargauer Zeitung

Irena Jurinak

Nach dem ungewöhnlich warmen November hält der Winter endlich Einzug. Pünktlich zum Beginn der Adventszeit fiel der erste Schnee und hüllte die Region gestern in ein weisses Kleid. Während in den tieferen Lagen in Aarau und Lenzburg der Schnee bald von den Bäumen tropfte und Matsch die Strassen bedeckte, blieb er in höheren Lagen länger liegen und verzierte Bäume und Landschaft mit Zuckerguss. Vor dem Schulhaus in Hallwil steht einer der ersten Winterboten: ein Schneemann mit lustiger Knubelnase und Pudelmütze - dahinter bewerfen sich ein paar Kinder mit Schneebällen.

Schafe trotzen dem Winter

Die Fahrt auf den Homberg oberhalb von Reinach führt einen in den tiefsten Winter. Zentimeterdick sitzt der Schnee auf den Ästen der Bäume, auf den Wiesen liegen unberührte, weisse Decken. Ein Pöstler kämpft sich mit seinem Töffli den Berg hinauf durch das Schneegestöber. Ausser ihm und ein paar Schafen ist kein Lebewesen zu sehen. Das Bergrestaurant Homberg macht seinem Namen alle Ehre.

Auf 767 Metern über Meer liegt der Schnee fünfzehn Zentimeter hoch auf den noch im Freien stehenden Bartischen und Stühlen. Der Kinderspielplatz versinkt im Schnee. Kein Laut ist zu hören. «Heute Ruhetag». Weiter südlich, in Burg am Hang des Stierenbergs, schippt ein Mann seine Auffahrt frei. «Das ist nichts Besonderes, schade ist nur, dass der Schnee so nass ist und nicht lange liegen bleiben wird.»