Ozontour

Oben hat es zu wenig, unten zu viel

An der Duftbar: Andrea Kaufmann erklärt Justin, Luca und Marc die verschiedenen Duftstoffe wie Vanille, Zimt oder Minze.

Duftbar Ozontour

An der Duftbar: Andrea Kaufmann erklärt Justin, Luca und Marc die verschiedenen Duftstoffe wie Vanille, Zimt oder Minze.

Die Ozontour machte im Tägi-Gartenbad einen Zwischenhalt um die Leute auf Gerüche zu sensibilisieren, speziell auf den Ozongeruch.

«Bäää», macht Justin und rümpft die Nase. Er hat den unangenehmen Duft des Ozons gerochen. Mit strahlenden Augen sagt dagegen Marc: «Das riecht wie Vanilleglace» - und damit hat er richtig getippt.

Die Knaben standen an der Duftbar des Ozonmobils. Dieses machte gestern im Tägi Wettingen Station. Seit 1997 ist das von der Luzerner Ökomobil betriebene Ozonzelt jeden Sommer in den Freibädern unterwegs. Der Kanton finanziert die Aktion.

«Ozon kommt in grossen Höhen und in unserer direkten Umgebung vor», erklärt Projektleiterin Andrea Kaufmann. Während die obere Ozonschicht das Leben auf der Erde schützt, wird es durch zu viel Ozon in der unteren Schicht gefährdet.

Das Ozon in 15 bis 35 km Höhe reduziert die von der Sonne ausgesendeten ultravioletten Strahlen (UV). In den letzten Jahren wurde diese Ozonschicht immer dünner, womit mehr UV-Strahlen an den Boden gelangen. Das kann zu Allergien, Sonnenbrand und Hautkrebs führen.

An heissen, sonnigen Tagen bildet sich aus Abgasen und Sauerstoff Ozon in der Atemluft. «Die Folgen sind Augenbrennen, Kratzen im Hals oder Atembeschwerden», sagt Kaufmann. Ebenso schwächt es Pflanzen und Tiere.

Ozon entsteht auch bei den Druckern und Fotokopierapparaten. Die meisten Erwachsenen, die am Ozonator rochen, brachten den Geschmack mit ihrem Büro in Verbindung. (dm)

www.oekomobil.ch, www.in-luft.ch

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