Nuglar-St. Pantaleon stösst an auf Wasser

Vorschaubild Wasserfest Nuglar-St. Pantaleon, Foto Kenneth Nars: Das Reservoir Schwarzacker oberhalb von Nuglar auf dem Weg nach St. Pantaleon.

Nuglar-St. Pantaleon stösst an auf Wasser

Vorschaubild Wasserfest Nuglar-St. Pantaleon, Foto Kenneth Nars: Das Reservoir Schwarzacker oberhalb von Nuglar auf dem Weg nach St. Pantaleon.

Nuglar-St.Pantaleon hat für fast 7 Millionen Franken die Wasserversorgung erneuert. Am Wochenende wird gefeiert. Die Gemeinde begiesst ihre neue Wasserversorgung am Wochenende mit einem grossen Dorffest.

Reto Anklin

Von der Quelle über die Reservoirs bis zu den Pumpwerken: «Alles an der Wasserversorgung von Nuglar-St.Pantaleon ist neu», sagt Gemeindepräsident Hans Peter Schmid. Das «Riesenprojekt» sei bereits letzten November fertiggestellt worden. Aber weil es im Winter nicht so lustig sei zum Feiern und der Juni durch die Fussball-Weltmeisterschaft besetzt war, finde das Wasserfest erst im September statt, meint Schmid.

Der Startschuss zur Erneuerung der Wasserversorgung erfolgte im Jahr 2003 mit dem Bau des Pumpwerks Neu-Nuglar. Dank diesem kann die Solothurner Gemeinde bei Bedarf Wasser aus Liestal beziehen.

Reservoir-Türen sind offen

2007 schliesslich begannen die Bauarbeiten am Kernstück der neuen Wasserversorgung, dem Reservoir Schwarzacker. Am Samstag könne es erstmals seit der Inbetriebnahme im November besichtigt werden, sagt Schmid.

Neben der Wasserversorgung hat Nuglar-St.Pantaleon auch die Entsorgung erneuert. Dabei hat sich die Gemeinde dafür entschieden, die sanierungsbedürftige ARA Nuglar zu schliessen. Stattdessen fliessen die Abwässer aus Nuglar künftig in die ARA Ergolz 2 in Füllinsdorf. Das Projekt werde dieser Tage abgeschlossen, erklärt Schmid weiter.

Grössere Probleme habe es bei der Erneuerung der Trinkwasserversorgung nicht gegeben. «Für die Projektkoordination konnte die Gemeinde mit alt Gemeindepräsident Georg Hofmeier auf einen ausgewiesenen Experten zurückgreifen», sagt Schmid.

Höherer Druck bricht Leitungen

Einzig die Leitungen im Dorf haben dem höheren Wasserdruck nicht standgehalten. Es kam zu einigen Leitungsbrüchen. «Damit mussten wir rechnen», so Gemeindepräsident Schmid. Die intensivste Phase von Leitungsbrüchen sei auch bereits vorbei. Die Sanierungen der Wasserleitungen wird den Gemeinderat aber weiter beschäftigen. Fast schon abgeschlossen ist die Sanierung der St.-Pantaleon-Strasse in Nuglar.

Die Gemeinde hat 1,3 Millionen Franken in das neue Pumpwerk investiert. Weitere 4,1 Millionen entfallen auf die Neufassung der Quellen und das Reservoir. Der Rückbau der ARA Nuglar und der Anschluss der Kanalisation von Nuglar an die ARA Ergolz 2 kostet weitere 1,4Millionen.

Insgesamt ergibt dies rund 6,8 Millionen Franken. Um die Gemeindefinanzen macht sich Hans Peter Schmid deswegen keine Sorgen. «Wir haben in den letzten Jahren extrem gespart, damit wir uns das leisten können.» Ausserdem hätten auch der Kanton und die Gebäudeversicherung namhafte Beiträge geleistet.

Für das Wasserprojekt und auch für die Abwasserreinigung bestünden zudem Spezialfinanzierungen. «Wir haben das Geld in den letzten 20 Jahren angespart», sagt Schmid.

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