Novartis produziert die Impfviren teils traditionell mit Hühnereiern, teils mit einem neuartigen Verfahren mit Hilfe von Hundezellen, wie dem Interview weiter zu entnehmen ist. Ähnlich geht Konkurrent Baxter vor.

Entsprechend heikel sei die Produktion. Die Investitionen sind laut Oswald hoch, so dass die Profite mit dem Schweinegrippe-Impfstoff - trotz eindrücklicher Verträge mit Regierungen - "eher bescheiden" blieben, sofern keine Pandemie ausbricht. Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit gehört zu den Bestellern, aber auch die USA.

Neben Novartis arbeiten auch Sanofi-Pasteur, GlaxoSmithKline und Baxter an Impfstoffen gegen das H1N1-Virus. Novartis' Studien zum H1N1-Impfstoff sollen noch bis Sommer 2010 laufen; ausgeliefert wird aber schon vor deren Abschluss. Experten erwarten, dass Impfstoffe ab Herbst 2009 auf den Markt kommen.