Novartis-Chef Vasella kommentiert nun doch nicht im Radio Vatikan

D. Vasella wieder ausgeladen (Archiv)

D. Vasella wieder ausgeladen (Archiv)

Novartis-Chef und -Verwaltungsratspräsident Daniel Vasella ist von Radio Vatikan wieder ausgeladen worden. Der 56-jährige Manager soll nun doch nicht jeden Samstag im Februar einen Wochenkommentar zu einem aktuellen Ereignis abgeben.

Aufgrund der "aktuellen Debatte" über den Vatikan und Lefebvre habe Radio Vatikan beschlossen, die entsprechenden Kommentare redaktionsintern zu verfassen, teilte der Sender auf seiner Internetseite mit.

"Dass Novartis offenbar auch Verhütungsmittel herstellt, haben wir erst jetzt aus der Presse erfahren. Das beeinflusste natürlich auch unsere Entscheidung", offenbarte der Sender.

Am Vortag hatte Radio Vatikan für die Kommentare von Vasella geworben, die aus einer "ethischen Perspektive" erfolgten. Der 56-Jährige sei unter anderem als Förderer des Klosters Einsiedeln bekannt. In seiner Jugendzeit besuchte er ein katholisches Gymnasium, das Collège St-Michel in Freiburg.

Die Katholische Volkspartei (KVP) zeigte sich in einer Stellungnahme erleichtert, dass mit Vasella ein "Exponent des Superkapitalismus" als Kommentator abgesetzt worden sei.

Radio Vatikan selbst bittet "Herrn Vasella und unsere Hörer" für diese Entscheidung um Verständnis. Als erster Kommentar geplant waren Vasellas Gedanken "über Missmanagement und falsche Personalentscheidungen".

Meistgesehen

Artboard 1