Hoppla
«Non, non, non, non!» – Das passiert, wenn du den Präsidenten Frankreichs «Manu» nennst

Normalerweise geniesst Emmanuel Macron das Bad in der Menge. Selfie hier, ein Schwätzchen da. Doch wehe, man spricht den Präsidenten mit seinem Spitznamen an ...

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Am Montagmittag besuchte Emmanuel Macron in Nordfrankreich eine Gedenkveranstaltung für General Charles De Gaulle. Zahlreiche Schaulustige und Schüler versuchten, einen Blick auf den 40-Jährigen zu erhaschen. Schliesslich kommt der Präsident der Republik ja nicht alle Tage vorbei.

Ein Teenager nahm sich allerdings mehr vor, als nur ehrfürchtig Hände zu schütteln. Er stimmte die Internationale an und fragte Macron: «Ça va Manu?»

Emmanuel Marcon: Der französische Präsident hatte in Nordfrankreich einen wunderbaren Tag, ...

Emmanuel Marcon: Der französische Präsident hatte in Nordfrankreich einen wunderbaren Tag, ...

Keystone
... dann tauchte ein unbequemer Teenager auf.

... dann tauchte ein unbequemer Teenager auf.

Screenshot

Das passte dem Präsidenten gar nicht. «Nein, nein, nei, du bist hier an einer offiziellen Zeremonie», entgegnete Macron scharf. «Du benimmst dich hier, wie es sich gehört.»

Damit nicht genug, die Schelte des Präsidenten ging weiter. «Du kannst schon Dummheiten machen, aber heute ist der Tag der Marseillaise und des Partisanen-Liedes.» Und: «Du nennst mich entweder ‹Monsieur le président de la République› oder ‹Monsieur›.»

Sichtlich betreten meinte der Junge: «Oui Monsieur.»

Doch Macron war erst richtig warm geworden und schimpfte weiter: «Du musst die Dinge in der richtigen Reihenfolge machen. Bevor der Tag kommt, an dem du die Revolution anzetteln wirst, musst du zuerst ein Diplom machen und dich selber ernähren können. Einverstanden? Erst dann kannst du anderen eine Lektion erteilen.»

Uff, das hat gesessen. Und wir fragen uns, ob Macron auch mit Merkel, Trump und Co. so hart ins Gericht geht. (az/watson.ch)