Niederamt laut Gemeindepräsidenten schon genug atomar belastet

Niederamt laut Gemeindepräsidenten schon genug atomar belastet

Die Niederämter Gemeindepräsidenten sind gegen ein Endlager für Atommüll am Jurasüdfuss. Dieses Gebiet ist am Donnerstag von der Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) als geeignet für die Tiefenlagerung von schwach- und mittelradioaktivem Abfall bezeichnet worden.

«Das Niederamt beheimatet schon mehr als genug nationale Versorgungs- und Entsorgungsunternehmen», sagt Kurt Henzmann, Präsident der Gemeindepräsidentenkonferenz Niederamt (GPN). Zumal andere Regionen in der Schweiz als «sehr geeignet» qualifiziert würden, sei die GPN einstimmig gegen den Standort Jurasüdfuss.

Die GPN vertritt 15 Gemeinden und wurde dieses Jahr unter anderem deshalb gegründet, weil ein Gesuch für ein zweites Kernkraftwerk Gösgen hängig ist. Die Bevölkerung werde sich wohl kaum mit dem Gedanken eines weiteren Kernenergie-Projekts anfreunden, so die GPN über die Aussicht auf ein Endlager.

Widerstand kündigen auch regionale und lokale Parteien an. Die SP Olten-Gösgen will einen entsprechenden Verein gründen. Die SP Aarau – der Jurasüdfuss erstreckt sich auf zehn Aargauer Gemeinden – braucht in einem Communiqué deutliche Worte.

Es sei unvorstellbar, «dass man in der Region neben einem bestehenden AKW (und einem drohenden Neubau!) der Bevölkerung Riesenlöcher in der Landschaft und über Tausende von Jahren weitere atomare Risiken mit unsicherer Ausgangslage zumuten will». (mz/trö/ufl)

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