Strom

Nie mehr ein Strom-Blackout

Der Leiter Netzregion Limmattal, Peter Oser stellt Behördenvertreter und Anstösser die neue Trafostation vor. (Bild Martin Mullis)

Nie mehr ein Strom-Blackout

Der Leiter Netzregion Limmattal, Peter Oser stellt Behördenvertreter und Anstösser die neue Trafostation vor. (Bild Martin Mullis)

Nach einer Bauzeit von vier Monaten wurden die alten Maststationen Aegerten und Eichmatt durch eine moderne gemauerte Transformatorenstation ersetzt. Der neue Trafo sorgt für eine sichere und störungsfreie Stromversorgung in der Gemeinde Stallikon.

Von Martin Mullis

In der Schweiz wird elektrischer Strom in vielen Fällen mit Wasserkraft erzeugt. So passte der Dauerregen an diesem Dienstagmorgen ganz gut zur kleinen «Einweihung» der modernen mit Kabel, Schalter und Knöpfen versehenen Trafostation in der Eichmatt. Auch wenn im offenen Elektrogewirr des kleinen Bauwerkes noch die Tafel «Nicht einschalten» hing; die Station konnte ans Netz gehen. Natürlich ist der hochmoderne Elektrokasten keine absolute Garantie gegen einen allfälligen Stromausfall. Störungen sind aber damit sehr viel schneller zu beheben. Ein Stromausfall ist zwar ein eher seltenes Ereignis, so ein Energie- Blackout zeigt aber jedesmal drastisch unsere riesige Abhängigkeit von der Steckdose. Je nach Tageszeit und Situation kann so ein Ausfall sogar noch ganz schön ins Geld gehen.


Stromausfälle dank Modernisierung seltener


Mit der Modernisierung des Verteilnetzes will die EKZ solch kleineren Katastrophen begegnen. Die Inbetriebnahme der neuen Trafostation ist ein weiterer Schritt der Erneuerung des EKZ-Netzes in der Aegereten und in der Eichmatt. Damit dürften die Arbeiten nun weitgehend abgeschlossen sein. Für die Gemeinde ein wichtiger Schritt, werden doch damit die alten Maststationen und die störungsanfälligen Freileitungen durch unterirdische Kabelleitungen ersetzt. Die Anwesenheit von Gemeindepräsident Walter Ess, Finanzvorstand Werner Michel, Tiefbauvorstand Robert Sidler und Gemeindeschreiber Franz Birri unterstrich denn auch die Wichtigkeit des Neubaus. Peter Oser, Leiter Betrieb und Bau Netze der Region Limmattal, erklärte den interessierten Behördenvertretern und Anstössern, dass die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich von Gesetzes wegen verpflichtet sind die Bevölkerung mit Strom zu versorgen.


Investitionen in einem hohen sechsstelligen Betrag


Diesen Auftrag zu erfüllen bedingt natürlich auch die stetige Erneuerung von alten und störungsanfälligen Anlagen. Allein in Stallikon und Umgebung wurden in den letzten Jahren vor allem mit dem Bau von unterirdischen Kabelleitungen Investitionen in einem hohen sechsstelligen Betrag getätigt.
Weitere eindrückliche Zahlen der EKZ durften in diesem Zusammenhang nicht fehlen. Fast eine Million Menschen profitieren von der sicheren und umweltgerechten Stromversorgung. Mit der Lieferung von rund 10 Prozent der in der Schweiz benötigten Energie gehört die EKZ zum grössten Energieversorgungsunternehmen des Landes. Im Kanton Zürich werden insgesamt 36 Unterwerke und 2348 Trafostationen betrieben.


Unglaubliche 15'599 Kilometer Leitungen


Unglaubliche 15'599 Kilometer Leitungen, davon bereits 90 Prozent führen die elektrische Energie zu jeder noch so unscheinbaren Sparlampe. Für das einwandfreie Funktionieren dieses eigentlichen Verteil- und Versorgungsapparates sorgen 1400 Mitarbeiter und 160 Lernende. Peter Oser und der Leiter Bau Paul Löhrer, betonten beim anschliessenden Apéro explizit die beim Bau erfahrene grosse Unterstützung durch Gemeinde und Kanton. Beide freuten sich über die ästhetisch ansprechende Lösung. Trafostationen seien ja nicht immer die allerbeliebtesten Bauwerke, umso angenehmer, wenn alle Beteiligten wie in diesem Fall mit grosser Zufriedenheit auf ein gelungenes Werk der Elektroversorgung anstossen dürfen.

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