«Nicht kurz vor dem Eintritt ins Paradies»

Der Stadtrat von Zürich ist recht zufrieden mit dem, was er in der Legislatur 2006 bis 2010 hat verwirklichen können. Auf dem Weg zu einer Stadt mit 400 000 Einwohnern – 20 000 mehr als heute – bleibt aber noch einiges zu tun, wie Stadtpräsidentin Corine Mauch betonte.

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Der Stadtrat hat für die Legislatur 2006 bis 2010 fünf Schwerpunkte beschlossen. Allianzen schaffen über die Stadtgrenzen hinaus war der erste, Planen und Bauen für die Stadt von morgen der zweite, die Jugend mit den Unterthemen Freiräume, Arbeit und Sicherheit der dritte, es folgte das Thema der Nachhaltigkeit und schliesslich die Kundenorientierung.

Stadtpräsidentin Corine Mauch hielt fest: «Die Bilanz fällt positiv aus.» Man habe zwar nicht alle Ziele erreicht, aber es sei gelungen, die Attraktivität der Stadt weiter zu stärken. «Wir sind nicht kurz vor dem Eintritt ins Paradies», sagte sie, aber Zürich sei auch jetzt, in einem schwierigeren wirtschaftlichen Umfeld, eine weltoffene Stadt, in der man gerne wohne und arbeite. Das zeige etwa die Bereitschaft von Firmen und Personen, die gerne ihren Geschäfts- oder Wohnsitz nach Zürich verlegen.

Zu den nicht erreichten Zielen zählt der Stadtrat unter anderem die Erstellung eines neuen Kongresszentrums oder das immer noch nicht realisierte Stadion Zürich. Jugendgewalt ist immer noch ein Thema, das besonderer Aufmerksamkeit bedarf. Auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft kommt man nur Schritt für Schritt vorwärts, und auch beim Ausbau der Kundenfreundlichkeit der Stadtverwaltung ist man noch längst nicht am Ende angelangt.

Und wie steht es mit den Bestrebungen, weiterhin Firmen und Bewohner nach Zürich zu locken? Die gehen weiter, wie Mauch erläuterte. Grosse Raumreserven gebe es auf städtischem Boden zwar nicht mehr, und so mache man sich Gedanken, in welchen Quartieren man eine Verdichtung der Bauten fördern wolle und wo nicht. Dabei ist es ihr ein Anliegen, dass prozentual nicht weniger Wohnungen im gemeinnützigen Wohnungsbau erstellt werden als bisher. Jedenfalls ist sie sicher: «Die Zahl von 400 000 Einwohnern werden wir bald einmal erreichen.»

Heute sind es 380 000 Einwohner, das Statistische Amt nimmt an, im Jahr 2015 sei man bei 390 000 angelangt, und für 2025 sind 401 000 prognostiziert. Im ersten Halbjahr 2009 ist die Einwohnerzahl um über 2000 Personen angestiegen; wenn es so weitergeht, erreicht man die Zahl von 400 000 also um einiges früher. (abr.)