Von Thomas Stöckli
«Normalerweise ist ‹Läm› (Thomas Lambert, Anm. d. Red.) im Training immer drei Minuten zu spät», erzählt Michel Roth, Nationaltrainer der Schweizer Skiakrobaten. Am vergangenen Dienstagabend liess allerdings nicht Lambert die erwähnten drei Minuten auf sich warten, sondern Andreas Isoz.


«Goldvreneli» statt Medaillen
Der Gemeinderat hatte sich - nach der letzten Sitzung der Amtsdauer 2006 bis 2010 - im «Rössli» eingefunden, um die Mettmenstetter Olympiateilnehmer zu feiern. «Eine Würdigung ist angebracht: Nicht jede Gemeinde stellt drei Olympia-Teilnehmer», betonte Gemeindepräsident Hans Hefti. «Wir alle haben die Einsätze unserer Athleten aufmerksam und mit Daumendrücken verfolgt», so Hefti weiter. Insbesondere nach dem guten Qualifikations-Resultat von Thomas Lambert waren Medaillen-Hoffnungen berechtigt. Seine Athleten hätten mehr drauf gehabt, betonte denn auch Nationaltrainer Michel Roth. Statt Olympia-Gold gab es für Hächler, Isoz und Lambert nun ein «Goldvreneli» vom Gemeinderat.


Ideale Trainingsbedingungen
Dass Mettmenstetten überhaupt mit drei Sportlern in Vancouver vertreten war, liegt zu einem beträchtlichen Teil an der Sprunganlage Jumpin, mittlerweile unter der Leitung von Andreas Isoz. «Die Trainingsbedingungen hier in Mettmenstetten sind einmalig», betont Thomas Lambert, «schön, dass die Gemeinde uns das ermöglicht.» Und irgendwie hat ja Mettmenstetten trotzdem seinen Olympiasieger, denn auch Alexei Grishin trainiert im Sommer auf der Ämtler Wasserschanze.
Über die guten Leistungen der Mettmenstetter Skiakrobaten wird man sich übrigens auch in Zukunft freuen dürfen: Christian Hächler, Andreas Isoz und Thomas Lambert setzen ihre Karriere noch mindestens ein Jahr fort. Und auch Michel Roth muss noch mindestens drei Jahre dabei bleiben, wenn er sein Wort halten will: «Als ich etwa 13 Jahre alt war», erinnert sich Isoz, «hat mir Michel gesagt, er höre nicht auf, ehe ich Olympiasieger sei.»