Neun Fahrzeuge gegen Schnee und Eis

Dem einen räumen sie zu wenig, dem andern salzen sie zu viel: Was den Winterdienst anbelangt kann man es nie allen recht machen. Mit einer Plakataktion zeigt der Regiebetrieb Affoltern, was er im Winter-Alltag leistet und macht Werbung in eigener Sache.

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Winterdienst aff 1

Winterdienst aff 1

Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Die Temperaturen sinken wieder und mit ihnen auch die Schneefallgrenze. Bald beginnt auch im Säuliamt wieder die Winterdienst-Zeit. In Affoltern sind bei Schnee und Eis jeweils neun Fahrzeuge auf den Gemeindestrassen, -Wegen und -Plätzen unterwegs. «Um 3.30 Uhr schafft sich ein Mitarbeiter einen Überblick», erklärt Bruno Petrig, Leiter des Gemeinderegiebetriebes. Bei Bedarf ist dann ab vier Uhr Pflügen und Salzen angesagt - zuerst Bahnhof und Spital, dann vom Zentrum nach aussen -, ehe in Handarbeit noch die Übergänge und Treppen freigeschaufelt werden. «Fünf Zentimeter Schnee bedeuten für uns etwa 40 Arbeitsstunden», so Petrig. Dabei werden sechs bis zehn Tonnen Salz ausgestreut. Letzten Winter waren es für 36 Einsätze rund 300 Tonnen - das Salzlager der Gemeinde fasst gerade mal ein Drittel davon.

Kein Verständnis hat Petrig für Frauen, die trotz Schnee und Eis auf High Heels zum Bahnhof stöckeln und sich über Schneemaden beklagen. «Wir sind nicht zu faul, um etwas zu tun, aber zwischendurch lässt sich nichts machen.» Mit einer Plakataktion will der Regiebetrieb nun bewusst machen, mit welchem Einsatz er den Winterdienst betreibt. Von vier bis acht Uhr - und bei Bedarf auch eine weitere Runde - sind nach Schneefall in Affoltern drei Trottoir- und sechs Strassenfahrzeuge im Einsatz. (tst.)