Igel
Neuester Haustierschrei in den USA: Kuscheln mit dem eigenen Igel

Hunde und Katzen zu halten, ist für so manchen Mieter verboten - Igel nicht. Das ist zumindest ein Grund, wieso sich die kleinen Insektenfresser in den USA zurzeit einer zunehmenden Beliebtheit erfreuen.

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«Sie riechen kaum», sagt etwa die Amerikanerin Jennifer Crespo über die Vorteile von Igeln. «Und sie verstossen so gut wie nie gegen den Mietvertrag.» Katzen und Hunde zu halten, sei ja oft verboten.

So gross wie jetzt sei die Nachfrage noch nie gewesen, sagt Igel-Züchterin Jill Warnick. Als sie anfang, standen nur fünf Leute auf ihrer Warteliste. «Heute sind es 500.»

Doch aufgepasst: Igel haben scharfe Zähne. Und sie können Salmonellen übertragen. Gerade für Kinder oder Senioren mit einem angeschlagenen Immunsystem kann das zum Problem werden.

Ungeeignet als Haustier sei auch der afrikanische Weissbauchigel, schreibt das Igelzentrum Zürich auf seiner Website. Er sei ein breites Futterangebot gewöhnt, Katzen- oder Igeltrockenfutter werde seinen Bedürfnissen nie gerecht. «An den Folgen der Mangelernährung sterben viele dieser als Haustiere gehaltene Igel.»

Zudem: Igel seien nachaktiv und als Haustiere zum Beobachten und Spielen ungeeignet, «da sie den Tag verschlafen». Und die aus Profitgier betriebene Inzucht führe bei vielen Afrikanischen Weissbauchigeln, die als Haustiere gehalten würden, zu einer Art Multiple Sklerose («Wobbly Hedgehog Syndrome»). Die Folge: eine fortschreitende Lähmung und nach 6 bis 15 qualvollen Monaten der Tod. (pz)

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