Neues offen und im Dialog angehen

Unverbraucht: Matthias Widmer ist unbelastet in den Wahlkampf gestiegen. (dsa)

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Unverbraucht: Matthias Widmer ist unbelastet in den Wahlkampf gestiegen. (dsa)

Matthias Widmer will Gemeinderatspräsident in Büren werden. Der Familienmensch will keine One-Man-Show, sondern ein konstruktives Miteinander. Er sieht sich dazu gut ausgerüstet.

Debora Scherrer

Matthias Widmer wurde am 8. November als Kandidat der SVP in den Gemeinderat von Büren gewählt. Ausser einer Legislaturperiode in der Schulkommission hat er bisher noch keine politische Karriere vorzuweisen. Widmer sieht darin jedoch keinen Nachteil. Er sei dadurch unbefangener, weil er noch neu ist. Sein Beruf komme ihm sehr zugute. Als patentierter Ingenieur-Geometer sei er sich gewohnt, Probleme anzupacken und nach Lösungen zu suchen. Er habe gelernt zu vermitteln und sich in ein Team hineinzugeben.

Familie: Stütze der Gesellschaft

Widmer ist Kulturingenieur und hat an der ETH studiert. Seit 1996 arbeitet er im Ingeneur- und Vermessungsbüro, das heute unter dem Namen RSW AG bekannt ist. 2004 wechselte er in die Geschäftsleitung. Die Firma ist zuständig für Vermessung und Geoinformationen im Amt Büren und Aarberg. Dabei werden zum Beispiel amtliche Vermessungswerke durchgeführt, neue Kataster für die Kanalisation angefertigt und Landumlegungen geplant. Diese Tätigkeiten fordern von Widmer Teamführungsqualitäten und eine gute Zusammenarbeit mit verschiedenen Menschen. Durch seine vielseitigen Aufgaben sieht er sich eher als Generalist denn als Spezialist. Für Widmer bedeutet das einen Vorteil für das Amt des Gemeindepräsidenten. Er denke analytisch und strategisch und könne Neues offen angehen.

Vor elf Jahren zog Matthias Widmer mit seiner Familie von Liestal nach Büren. Er hat vier Kinder im Alter zwischen fünf und vierzehn Jahren. Widmer bezeichnet sich als ausgesprochenen Familienmann. Er verdeutlicht: «Zeit mit meinen Kindern zu haben, ist mir sehr wichtig.» Deshalb wurde vorgängig mit der Familie besprochen, ob er sich nominieren lassen soll. In Büren fühlt er sich Zuhause. Ihm liegen das Stedtli und seine Bewohner am Herzen. Die neue Verkehrsentwicklung, die Ortsplanung und Büren als attraktiver Standort sind für Widmer wichtige Gesprächsthemen. Neue Projekte sollen mit den Gemeindefinanzen vereinbar bleiben und nachhaltig sein.

Sachpolitik im Vordergrund

Als Mitglied der SVP will er keinen Sonderzug fahren. Die Entscheide sollen breit abgestützt sein. Als Präsident will er jedem Gemeinderat seinen Handlungsspielraum lassen. Widmer will Verantwortung übernehmen in der Rolle desjenigen, bei dem die Fäden zusammenlaufen. Gute Kommunikation ist ihm ein Anliegen. Er ist sich bewusst, dass es nicht nur toll und lässig wird. Ihn reizen das Spannende und die Vielfalt der neuen Herausforderung. Seine Konkurrentin Claudia Witschi-Herrmann, die als SP-Kandidatin für das Amt der Gemeindepräsidentin nominiert ist, hält er für eine engagierte, herzliche und kompetente Frau, die sich ebenfalls für die Sache einsetzt. Er betont: «Ich will, dass die Zusammenarbeit weiterhin fruchtbar ist und nicht von Machtspielen überschattet wird.»

Erstmals seit 50 Jahren kommt es in Büren bei der Wahl des Gemeinderatspräsidenten zur Abstimmung durch das Volk. Wer das Rennen macht, entscheiden die Bürer am 13. Dezember.

Morgen stellen wir an dieser Stelle die Kandidatin der SP, Claudia Witschi-Hermann, vor.

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