Neues Jahr – neues Haus

Ich gebe es zu, „Zügle“ ist nicht so mein Ding! Entweder passen meine sieben Sachen nicht in die Kisten, es regnet am Umzugstag in Strömen oder auf dem Weg von Wohnung A nach Wohnung B geht irgendetwas schief. Aber was sein muss, muss sein - auch hier unten in Windhoek!

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Altes Zuhause in Windhoek

Altes Zuhause in Windhoek

Nicole Annette Müller Für ihr noch junges Alter von 32 Jahren hat Nicole Annette Müller schon viel erlebt: Nach einem USA-Aufenthalt als Aupair-Mädchen studierte sie Medienwissenschaften, Journalistik und Psychologie an der Universität Freiburg und der Universidad de Pontificia Salamanca. Später arbeitete sie als Journalistin in Spanien und bei der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA) in Bern, wo sie die letzten fünf Jahre die Leitung der Online-Redaktion inne hatte. Sie hat bereits ausgedehnte Reisen durch Afrika unternommen. Nicole Annette Müller spricht fliessend Englisch, Französisch und Spanisch. Ihre Hobbies neben Reisen sind Fotografieren, Skifahren, Joggen und Filmgeschichte. Und sie liest gerne Zeitungen. In Namibia wird sie im Auftrag von Interteam als Beraterin in Marketing und Kommunikation für einen Dachverband arbeiten, der im Dienst von Waisen und benachteiligten Kindern steht.    

Nicole Annette Müller Für ihr noch junges Alter von 32 Jahren hat Nicole Annette Müller schon viel erlebt: Nach einem USA-Aufenthalt als Aupair-Mädchen studierte sie Medienwissenschaften, Journalistik und Psychologie an der Universität Freiburg und der Universidad de Pontificia Salamanca. Später arbeitete sie als Journalistin in Spanien und bei der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA) in Bern, wo sie die letzten fünf Jahre die Leitung der Online-Redaktion inne hatte. Sie hat bereits ausgedehnte Reisen durch Afrika unternommen. Nicole Annette Müller spricht fliessend Englisch, Französisch und Spanisch. Ihre Hobbies neben Reisen sind Fotografieren, Skifahren, Joggen und Filmgeschichte. Und sie liest gerne Zeitungen. In Namibia wird sie im Auftrag von Interteam als Beraterin in Marketing und Kommunikation für einen Dachverband arbeiten, der im Dienst von Waisen und benachteiligten Kindern steht.    

Die „Züglete" findet bereits diese Woche statt. Und man glaubt es kaum, auch nach einem halben Jahr im Ausland hat sich schon einiges an Ballast angesammelt, was nun verpackt werden muss! Doch es gibt im Vergleich zu meinen bisherigen Umzügen in der Schweiz einen pikanten Unterschied: hier unten lässt man „zügle"!

Natürlich werden wir als Handlanger am Umzugstag zur Stelle sein und das Ein- und Ausräumen koordinieren. Aber Betten, Tische, Sofa und Kisten werden von einer Umzugsfirma transportiert.

Hier in Namibia wird ein Haus übrigens ohne Herd, Backofen, Waschmaschine und Kühlschrank gemietet. Diese Geräte sind Eigentum des Mieters; da wie nun aber einen Haustausch vornehmen, bleiben wenigstens diese bockigen und schweren Gegenstände im jeweiligen Haus stehen. Mein neues Zuhause befindet sich zwar am andern Ende der Stadt, ist aber ebenfalls schön gelegen und auch Teil eines sogenannten "townhouse complex" (das ist eine mit Elektrozaun gesicherte Überbauung).

Über Interteam

Interteam ist eine Schweizer Organisation der personellen Entwicklungszusammenarbeit. Seit 1964 vermittelt und begleitet Interteam freiwillige Fachleute in Einsätze nach Afrika und Lateinamerika. In fünf Ländern (Bolivien, Kolumbien, Namibia, Nicaragua/El Salvador, Tanzania) geben rund 70 Mitarbeitende ihre Berufskenntnisse in den Bereichen Bildung, Ernährung und Gesundheit weiter. Interteam ist eine ökumenisch ausgerichtete Organisation (Verein). Finanziell wird er getragen von Beiträgen der öffentlichen Hand (Bund, Kantone und Gemeinden), von Fastenopfer, Stiftungen, Pfarreien, Kurchgemeinden, Firmen und privaten Spenderinnen und Spendern. www.interteam.ch

Um auch am neuen Ort via Telefon und Internet erreichbar zu sein, meldeten wir unseren Haustausch bereits vorsorglich der namibischen Telekom. Und wir taten gut daran; die Dame am Schalter wies uns nämlich darauf hin, dass die Telefongesellschaft bei Installationen und anderen Anpassungen etwas im Verzug sei. Mit der inzwischen angeeigneten afrikanischen Gelassenheit nickten wir ihr freundlich zu und baten sie einzig, uns doch im Voraus zu kontaktieren, damit jemand zu Hause sei, wenn umgesteckt wird!

Nun heisst es noch 4x übernachten in meiner inzwischen etwas ungemütlichen Wohnung (überall stehen halbleere Kisten herum). Doch gegen „schlaflose" Nächte habe ich ja mein Geheimrezept: Meine Schweizer Bettdecke und mein Kopfkissen - damit habe ich eigentlich überall süsse Träume!