Die Arbeitsgruppe für Unfallmechanik (AGU) hat das Gerät entwickelt, das objektiv zeigen soll, ob Senioren noch in der Lage sind, Auto zu fahren. Die Testpersonen müssten mit den Augen einen Punkt verfolgen, der sich auf einem Monitor bewegt, erklärte Felix Walz von der Arbeitsgruppe auf Anfrage. Über das Projekt berichteten die "Aargauer Zeitung" und die "Basler Zeitung".

"Eine Hochgeschwindigkeitskamera nimmt die Augenbewegungen auf, damit Neurologen sie auswerten können", sagte Walz. Defizite in der Hirnleistung könnten so festgestellt werden.

Der Test prüfe Eigenschaften, die beim Autofahren wichtig seien, sagte Walz. Dazu gehörten etwa die Wahrnehmung oder die Reaktion. In einem laufenden Forschungsprojekt werde nun ermittelt, welche Aussagen die Ergebnisse des rund halbstündigen Tests auf die Fahreignung zuliessen. Ergebnisse erwartet Walz bis April.

Heute entscheiden je nach Kanton Hausärzte oder amtliche Verkehrsärzte nach einer medizinischen Untersuchung über die Fahrtüchtigkeit von Senioren. Das Gerät soll dieses Vorgehen nicht ersetzen, vielmehr soll es laut Walz "ein weiteres Mosaiksteinchen zur fairen Beurteilung der Senioren sein".