Volg Rifferswil
Neuer Schub dank Umbau und Angliederung der Postagentur?

Etwas kleiner, aber heller und freundlicher: Der Volg-Laden in Rifferswil wurde einer Frischkur unterzogen und beherbergt neu die Postagentur. Die Landi Albis erhofft sich dadurch neuen Schub.

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Neuer Schub dank Umbau und Angliederung der Postagentur?

Neuer Schub dank Umbau und Angliederung der Postagentur?

Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Von Werner Schneiter

Rund 300{FSPACE}000 Franken hat die Landi Albis in den Rifferswiler Volg-Laden investiert. Die Neugestaltung wurde innert zehn Tagen durchgezogen: ausräumen, neue Gestelle, eine neue Kühlanlage, eine neue Beleuchtung und Video-Überwachung installieren, die Ladenfläche etwas verkleinern und das Sortiment ausdünnen. «Wir haben die Ladenhüter liquidiert. Schwerpunkt bildet das Angebot an Frischprodukten», sagte Landi-Albis-Geschäftsführer Martin Wolf anlässlich des Eröffnungsapéros. Tatsächlich präsentiert sich der Laden heute als das, was Volg postuliert: «Frisch und fründlich». Innen und Aussen.

Ohne finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde
Weniger erfreulich präsentieren sich allerdings die Umsatzzahlen. Nach den Worten von Martin Wolf wird es auch nach dem Umbau wohl nicht möglich sein, in der Rechnung eine «schwarze Null» zu präsentieren. Mit einem Begehren um finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde Rifferswil - ähnlich wie beispielsweise in Maschwanden, wo die Gemeindeversammlung insgesamt 80 000 Franken zugesagt hat - ist Landi Albis vorerst abgeblitzt. «Wir haben uns in Rifferswil trotzdem nicht für eine halbbatzige Lösung entschieden. Aber wir müssen hier die Balance finden zwischen Angebot und Kundenfreundlichkeit einerseits und der Wirtschaftlichkeit andererseits», so Martin Wolf. Er besitzt im Waadtländer Jura eine Ferienwohnung und kennt dort Dörfer, die keinen Lebensmittelladen haben - ganz im Gegensatz zum Säuliamt.
Er hofft nun nach der Umgestaltung und der Angliederung der Postagentur auf zusätzlichen Schub. Und das tut auch der Rifferswiler Gemeindepräsident Jakob Geissbühler. Er verteidigte das einstweilige Nein zu einem Beitrag der Gemeinde mit dem Hinweis auf das übrige Gewerbe in Rifferswil. «Einen einzelnen Betrieb unterstützen - das ist schon etwas problematisch», sagte er und fügte bei, dass für das Gedeihen eines Volg-Ladens die Mitarbeitenden ein wichtiger Faktor sind. «In unserem Volg werde ich immer freundlich bedient.»
Positiv bewertet wird, dass Volg und Post eine Lösung gefunden haben: Nach der Schliessung der Poststelle Rifferswil und der Pension von Posthalter Walter Roth wurde im Volg-Laden eine Postagentur installiert. Poststellen-Gebietsleiter Jakob Gabathuler findet das die bessere Lösung als einen Hausservice der Post, wenngleich in der Agentur nicht alle üblichen Geschäfte getätigt werden können. Aus Sicherheitsgründen gibt es dort keinen Bargeldverkehr. Der Einsatz von PostCard oder EC-Karte sind indessen möglich. Geführt wird die Postagentur von den Volg-Mitarbeiterinnen, die von der Post entsprechend instruiert werden.

Landi Albis - ein Grossunternehmen
Landi Albis führt insgesamt zwölf Läden und erzielte damit im vergangenen Jahr gesamthaft rund 42 Mio. Franken Umsatz. Rund 110 Mitarbeitende werden beschäftigt. Adrian Weber, Präsident von Landi Albis, freut sich über den gelungenen Umbau in Rifferswil. «Ein schöner Laden», stellt er fest.

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